Der 13. Cuptitel versöhnt die FCB-Spieler und die Fans. (Keystone)

Basel

Der versöhnliche Titel zum Ende

Alles in allem kann man die Saison des FCB als verkorkst ansehen. Einziger Lichtblick war der Cupsieg, der die Saison zu einem versöhnlichen Ende führte.

Die im Winter neu gefundene Stabilität kommt dem FCB in der Rückrunde zumindest im Cup zugute. Während man in der Liga nur noch den zweiten Rang festigen kann, rückt der Fokus automatisch auf die letzte Chance, einen Titel in dieser Saison zu holen.

Eine Eigenschaft zeigt Rotblau eindrücklich in dieser Rückrunde: Man kann wieder wichtige Spiele für sich entscheiden. Wenn auch in extremis. So auch auswärts beim FC Sion. Im Viertelfinal-Match im Tourbillon droht der Traum vom Cupsieg zu platzen. 0:2 liegt man im Wallis zwischenzeitlich zurück. Nur Wenige glaubten noch an die Wende. Oder hätten erwartet, was dann geschah.  Der FCB rettet sich in der sprichwörtlich letzten Minute in die Verlängerung. Und der viel gescholtene Valentin Stocker avancierte zum Helden. Er schoss Rotblau sprichwörtlich mit aller Gewalt in die Halbfinals.

Während die Nummer 14 des FCB im Wallis den Unterschied ausmachte, ist es im Halbfinal-Klassiker gegen den FC Zürich Zdravko Kuzmanović. Der Mittelfeldspieler betritt in der zweiten Halbzeit den Platz und tut das, was ihn in dieser Rückrunde auszeichnete. Er zeigte Emotionen und riss das Spiel an sich. Und wer sonst als Kuzmanović sollte es ein, der kurz vor Schluss zur Entscheidung im Letzigrund trifft? Ein Statement des früheren Buh-Manns. 3:1 gewinnt Rotblau beim Rivalen. Der Einzug in den Cupfinal ist Tatsache.

13. Cuptitel

In Bern folgt das Spiel der Saison. «Alli uf Bern», die Parole vor dem Spiel. «Dr Cup ghört uf Basel», die Parole während des Spiels. Und die Fans sollen Recht behalten. Thun heisst der Gegner auf dem Kunstrasen im Stade de Suisse. Es gab keine Alternative: Der FCB musste diesen Final gewinnen.

Aber es war kein Schaulaufen des FCB. Im Gegenteil. Am Anfang wacklig. Am Ende zittrig. Dafür effizient. Es interessiert inzwischen keinen mehr, wie der Sieg zustande kam. Rotblau gewinnt seinen 13. Cuptitel der Vereinsgeschichte. Ein Wermutstropfen für die geschundene Basler Seele. Der erste Titel für die neue Führung des FCB. Ein versöhnlicher Abschluss einer verkorksten Saison.

Das Motto für den Rest des Abends? Nach dem Räppli-Regen ist vor dem Barfi. Zwei Jahre musste Basel auf diesen Moment warten. Endlich wieder die Basler Innenstadt in Beschlag nehmen. Den Platz in rotblaue Farben tauchen. Für viele Spieler des aktuellen Kaders war es erste Gang auf den berühmten Balkon des Stadtcasinos.

Ein Abend, der die restliche Saison vergessen machte. Man ist dort, wo man hin will. Wo man hingehört. Nun stellt sich nur eine Frage: Ist das nur eine Momentaufnahme? Oder ist es der Beginn einer neuen rotblauen Erfolgsgeschichte?

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