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Basel

Dreifacher Nachwuchs bei den Rentieren

Der Zolli freut sich über dreifachen Nachwuchs bei den Rentieren. Ein Jungtier kam am 1. Mai, die beiden anderen Ende Monat zur Welt.

Zwei weibliche Jungtiere und ein männliches erkunden zur Zeit das Gehege der Rentiere. Die Jungtiere vom 23. und 25. Mai sind beide braun. Das älteste Junge vom 1. Mai ist schneeweiss und hat blaue Augen, wie es in einer Mitteilung des Zollis heisst. Die Rentierherde umfasst nun elf Tiere.

Zarte Rentierkinder

Neugeborene Rentiere sind sehr zart und sehen mit ihren langen Beinen eher fragil aus. Ein ideales Geburtsgewicht sei mindestens fünf Kilogramm, so der Zolli. Das blauäugige weisse Junge war mit vier Kilogramm eher ein Leichtgewicht.

Die Tierpfleger beobachten genau, dass die Jungtiere bald Muttermilch trinken. Dies sei aus mehreren Gründen wichtig. Zum einen würde nur so die Milchproduktion angekurbelt. Zum anderen bietet die Muttermilch einen wichtigen Schutz. Die antikörperreiche Kolostralmilch schützt die Tiere in den ersten Lebenswochen vor Krankheiten, bevor das eigene Immunsystem ausgebildet ist, wie der Zolli erklärt

Um festzustellen, dass die kleinen Tiere auch wirklich getrunken haben, wird der Kot untersucht. Der Abgang des sogenannten Darmpechs, so nennt man den Darminhalt eines ungeborenen Jungtieres, ist ein erstes Zeichen. Denn folgt dem Darmpech der gelbe «Milchkot», können die Tierpfleger sicher sein, dass das Junge bei der Mutter getrunken hat.

Rentiere – in vieler Hinsicht speziell

Rentiere sind die einzige je zum Haustier gewordene Hirschart und die einzige, bei der auch das Weibchen ein Geweih trägt. Bei ihren jahreszeitlichen Wanderungen umfassen ihre Herden gebietsweise mehrere 100’000 Tiere und mit 5000 Kilometern machen sie die längste Wanderung von Landsäugern überhaupt. Noch mit einer weiteren Spezialität warten Rentiere auf: Wer ganz still vor der Anlage steht, hört ein regelmässiges, leises Klicken. Das Geräusch stammt von einer Sehne am Hinterbein, die beim Gehen über den Knochen streift.

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