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Der Telebasel News Beitrag vom 4. Juni 2019.

Basel

Hier fällt der erste Baum am Tellplatz

Die zwölf Bäume auf dem Tellplatz sollen gefällt werden. Das sorgt für Unmut und Rekurse. Am Dienstagmorgen fiel der erste Baum. Telebasel war dabei.

Im Zuge einer Belagsanierung sollen am Tellplatz zwölf Bäume gefällt und durch Jungbäume ersetzt werden – so der Plan des Bau- und Verkehrsdepartements. Einige der Bäume seien krank, einer mit Stockfäule befallen und darum eine Gefahr für vorbeigehende Passanten, begründet die Stadtgärtnerei die Fällung der Bäume.

Am Dienstagmorgen hat die Stadtgärtnerei den ersten Baum gefällt. Er litt an besagter Stockfäule und hatte eine «deutlich verminderte Standfestigkeit», wie das BVD Ende Mai in einer Mitteilung schrieb. Das BVD lud die Medien ein, die Notfällung am Dienstagmorgen vor Ort mitzuverfolgen. Anhand des gefällten Baumes soll dann ein Baumpfleger «dessen Gesundheitszustand und Sicherheitsrisiken erläutern», so das BVD in der Mitteilung weiter.

Breiter Widerstand

Der Naturschutzverein Pro Natura kritisiert das Vorhaben der Stadt, die Bäume am Tellplatz zu fällen. Einige der Bäume seien noch in guten Zustand, die Fällung daher unnötig, so der Umweltverband. Pro Natura legte darum Einspruch gegen die Pläne des Tiefbauamts ein und war mit einem Rekurs schliesslich erfolgreich. Fünf Bäume sind vorerst vor der Fällung bewahrt.

Auch die Basler Grünen und die Anwohner beim Tellplatz wehren sich vehement gegen die Fällung der Bäume. Per Petition wollen sie die Bäume erhalten. Für das Anliegen wurden über 3000 Unterschriften gesammelt. Die Petitionskommission wird sich bald damit befassen.

«Diese Bäume sind geschützt»

Der erste Baum fiel am Dienstag aber trotzdem. Denn er war nicht Teil des Rekurs-Begehrens von Pro Natura, und die Petition zum Schutz der Bäume ist noch hängig. Pro-Natura-Präsident Oliver Balmer kann die Notfällung des Baumes akzeptieren: «Wenn einzelne Bäume wirklich ein Problem sind, muss die Stadtgärtnerei ihre Arbeit machen können.»

Gegen eine Fällung der anderen elf Bäume wehrt er sich aber weiterhin. Es gehe nicht, dass man grundlegend alle Bäume dem Erdboden gleich mache. «Denn diese Bäume sind geschützt und gesundheitlich in einem solchen Zustand, dass sie gut noch 20 Jahre leben», ist Balmer überzeugt.

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