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Der Beitrag in den Telebasel News vom 1. Juni 2019.

Baselland

Frostschäden setzen Baselbieter Reben zu

Der Baselbieter Weinjahrgang 2018 war spitze. Doch nun beschert ein später Frost einigen Baselbieter Bauern böse Ausfälle in diesem Jahr.

Weinbauer Daniel Wiedmer vom Zelglihof in Sissach stapft durch seine Reben. Und rupft abgestorbene Triebe von den Ästen. Durch den warmen März trieben die Reben nämlich bereits aus. Doch frostige Nächte im Mai machten diese wieder zunichte.

«Sobald die Reben grün sind und die Temperaturen unter null fallen, haben wir Frostschäden. Hier sollten die Reblein stehen, aber die fehlen alle», sagt Daniel Wiedmer. Er rechnet mit einem Ausfall von ungefähr 30 bis 50 Prozent der Ernte. Der Lichtblick: «Das heisst nicht, dass die Qualität schlecht ist, überhaupt nicht.»

Nur wenige Gemeinden betroffen

Andreas Buser vom Landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain kann aber relativieren, denn hauptsächlich waren vom Frost im Mai die Gemeinden Zwingen, Ettingen, Thürnen und Sissach betroffen.

Der Spezialist für Spezialkulturen im Baselbiet sagt: «Bezüglich Erntemenge wird es eine anständige Menge geben, die Frostschäden sind nur kleinlokal aufgetreten und haben nicht die ganze Ernte zerstört. Der Rest hängt davon ab, wie sich das Jahr entwickelt.»

Klimawandel hilft Baselbieter Weinbauern

Auf lange Sicht dürfte aber auch Weinbauer Daniel Wiedmer wieder gute Erträge ernten. Denn die wahrscheinlich einzigen wirklichen Nutzniesser des Klimawandels sind die Weinbauern im Baselbiet.

«Für uns Rebbauern ist das positiv, das ist so. Die Rebe braucht Wärme und das merkt man in den Qualitäten. Wenn ich die letzten dreissig Jahre anschaue, dann sind die Qualitäten stark gestiegen», sagt Wiedmer. Das hänge mit dem Klimawandel zusammen, aber auch mit den steigenden Anstrengungen der Weinbauern bezüglich der Qualität.

Um den Baselbieter Wein muss man sich also trotz gelegentlichem Frost-Frust keine Sorgen machen.

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