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Die Spezialsendung «Schiff über Bord» am 30. Mai um 20:15 Uhr.

Basel

«Ich bin fast von der Bühne gestürzt»

Vom News-Studio auf die Theaterbühne: Moderator Adrian Plachesi spielt im Stück «Schiff über Bord» den nervigen Inspektor. Und bricht sich fast die Knochen.

Er stellt den Basler Politikern unangenehme Fragen. Er gibt den seriösen Reporter. Und jetzt das: Telebasel-Moderator Adrian Plachesi stolpert mit doofer Frisur, schiefer Brille und mit Seilen gefesselt über die Bühne. Der News-Mann macht den Hampelmann, und das Publikum kugelt sich vor Lachen.

In Dani von Wattenwyls neustem Stück «Schiff über Bord» gab der 31-jährige Plachesi seine Premiere als Schauspieler im Basler Häbse-Theater. Im Interview erzählt er von seinem Debüt.

Adrian Plachesi, die Telebasel-Zuschauer kennen dich als TV-Talker und Polit-Journalist. Und jetzt spielst du plötzlich in einem Schwank auf der Häbse-Bühne. Kannst du überhaupt schauspielern?

(lacht) Das musst du die Zuschauer fragen! Im Ernst, die Theaterbühne war schon immer ein Traum von mir. Mein erstes Geld habe ich als Statist und Bühnenarbeiter im Schauspielhaus verdient. Da war ich 13 Jahre alt. Seither fasziniert mich die Theaterwelt.

Und wie bist du zu der Rolle in dem Stück «Schiff über Bord» gekommen?

Ich habe mal den Spruch zu Dani von Wattenwyl gemacht, ich könne ja mal bei seinem Theaterstück mitspielen. Ich hatte das schon längst vergessen, als er dann tatsächlich zu mir kam und sagte: «Ich habe eine Rolle für dich!» Da konnte ich natürlich nicht mehr «nein» sagen. Dani ging damit ein grosses Risiko ein, schliesslich bin ich kein professioneller Schauspieler. Am Ende ist es aber gut herausgekommen.

Im Stück spielst du einen pedantischen Schiffsinspektor, der allen auf die Nerven geht …

Ich war auch überrascht, als ich das Skript bekam. Ich dachte erst, ich spiele den mutigen Helden oder den jungen Lover. Weit gefehlt!

Wie geht das zusammen? Im TV bist du der seriöse Journalist und auf der Bühne machst du den Komiker?

Das habe ich mir erst auch überlegt. Aber als Schauspieler musst du halt eben eine Rolle spielen – und das wissen die Zuschauer. Mir machen das Schauspielern und diese Atmosphäre in einem Theater einfach unglaublich Spass. Im Notfall hätte ich auch einen Baum oder eine Türe gespielt. (lacht)

Ihr habt das Stück über einen Monat lang gespielt. Da passiert einiges auf und hinter der Bühne. Was ist deine beste Anekdote?

Einmal bin ich fast von der Bühne gestürzt. In einer Szene bin ich nämlich gefesselt. Im Übermut bin ich gestolpert und der Länge nach hingefallen – mein Oberkörper hing schon vom Bühnenrand. Das Publikum hat geschrien vor Lachen, weil sie dachten, das gehöre dazu. Die anderen vom Ensemble sind zuerst erschrocken, aber haben dann grossartig reagiert. Solche Pannen vergisst man nicht.

Sieht man dich wieder auf der Häbse-Bühne?

Ich hoffe doch! (lacht)

«Schiff über Bord» – Das Stück

Die «MS Sausewind» hat ihre besten Jahre schon hinter sich: Nur noch einzelne Passagiere verirren sich auf das Basler Flusskreuzfahrtschiff. Kapitän Anton Anker gerät in Panik, als er erfährt, dass ein amerikanischer Investor das Schiff kaufen will. Und sich auch noch für einen Besuch ankündigt! Was soll der Mann bloss von diesem maroden Schiff ohne Passagiere denken? Kapitän Anker entwickelt einen wahnwitzigen Plan – und der geht grandios in die Hose …

Das Stück «Schiff über Bord» aus dem Häbse-Theater Basel sehen Sie auf Telebasel in voller Länge am 30. Mai um 20:15 Uhr.

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