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Der Telebasel News Beitrag vom 25. Mai 2019.
Basel

Starregisseur inszeniert Totenmesse im Basler Radio Studio

Er gehört zu den gefragtesten Regisseuren im deutschsprachigen Raum. Jetzt inszeniert Thom Luz sein «Radio Requiem» in den alten Studios auf dem Bruderholz.

Schon zwei Mal wurde Thom Luz ans Berliner Theatertreffen eingeladen: Der Adelsschlag für Bühnenkünstler im gesamten deutschsprachigen Raum. Dieses Jahr wurde der Hausregisseur am Theater Basel mit dem Schweizer Theaterpreis ausgezeichnet. Bekannt ist der 37-Jährige für ein (durchaus philosophisches) Theater des Absurden, mit dem er uns in ein Zwischenreich voll heiterer Melancholie, eine Traumwelt entführt.

Sein Entschleunigungs-Theater (Luz ist Marthaler-Fan) arbeitet viel mit Zeitlupen-Bewegungen, klassischer und romantischer Musik und mehr Bühnennebel als Pink Floyd je in den siebziger Jahren einsetzten. Und dem grossen Staunen, wenn seine in eine fremde Welt geworfenen Bühnengestalten wie Kinder vor unverständlichen Vorgängen stehen.

Totenmesse im Hörspielstudio

Nun hat der klangbesessene Regisseur eine ganz besondere Spielweise erhalten: Das alte Radio Studio auf dem Bruderholz, dort, wo 80 Jahre lang Nachrichten, Musiksendungen und Hörspiele produziert wurden.

Diese von Geschichte und Geschichten, Stress und Erfolgserlebnissen getränkten Räume sind ein Paradies für den Bühnen-Geisterbeschwörer. So jedenfalls macht es den Anschein, wenn man den 37-Jährigen bei der Probearbeit beobachtet. Sein Stück heisst: «Radio Requiem», eine melancholisch-heitere Totenmesse.

Wenn Wehmut und Lachen sich mischen

Thom Luz stellt hohe Anforderungen an das Ensemble des Theater Basel. Er kommt mit einem genauen Plan, um vieles während der Probearbeiten wieder zu verwerfen und neu zu formen.

Telebasel-Chefredaktorin Karin Müller, die während vielen Jahren auf dem Bruderholz Radio machte, war an den Proben in einem Hörspielstudio dabei – und fühlte sich von Luz› frechem Humor und seinen stimmungsvollen Theaterbildern in diesen Räumen voll persönlicher Geschichte getroffen: wie wenn Wehmut und Lachen sich mischen.

Premiere von «Radio Requiem»: 29. Mai 2019, 19:30 Uhr.

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