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Der Telebasel News Beitrag vom 24. Mai 2019.

Basel

«Wir haben 280’000 Mahlzeiten gerettet»

2,6 Millionen Tonnen Lebensmittel landen in der Schweiz jedes Jahr im Müll. «Too Good To Go» rettet darum Mahlzeiten in Restaurants nach Betriebsschluss.

Es verspricht eine Win-Win-Situation: Mit ein paar Klicks kauft man günstig ein Menu, das sonst im Abfall landen würde. Gut fürs Gewissen und fürs Portemonnaie. Das ist das Konzept der dänischen App «To Good To Go»: zu Deutsch: Zu gut, um weggeschmissen zu werden. Dabei registrieren sich Restaurants und Lebensmittelläden und bieten nach Ladenschluss zum Abholen an, was übrig ist.

«Wir besprechen wir das mit den Partnerbetrieben und bereiten die Überraschungstüten vor», sagt Delila Kurtovic, Pressesprecherin von «To Good To Go». «Dann legen wir den Preis fest. Normalerweise ist es so, dass er ein Drittel des ursprünglichen Preises ist.»

Markthalle empfiehlt «To Good To Go»

Seit knapp drei Jahren ist die App auch in der Schweiz auf dem Markt und wächst rasant. Über 300’000 Nutzer hat es bei uns. Und mehrere tausend Betriebe, die mitmachen. Einer davon ist zum Beispiel die Manor Basel. «Pro Tag sind das zehn bis fünfzehn Angebote, die wir haben», erklärt Alain Bücheli, Direktor von Manor Basel. «Das sind aber bis jetzt schon 1’500 Lebensmittelpakete, die wir verkaufen oder abgeben konnten.»

Die Markthalle in Basel ist vor allem zur Mittagszeit rammelvoll. Viele kleine Betriebe machen hier ihre ersten Schritte in der Gastronomie. Das Thema Food Waste geht man bei der Leitung der Markthalle deshalb gerade von Anfang an sehr aktiv an, sagt die deren Leiterin Alexandra Dill: «Abfall ist ein Problem, und Essen wegschmeissen geht für uns einfach gar nicht. Und deshalb geben wir den Ständen gleich zu Beginn als Tipp mit, dass sie sich auf «To Good To Go» registrieren».

280’000 Mahlzeiten gerettet

Eine Konkurrenz zum normalen Lebensmittel- oder Gastronomiegeschäft sei die Food Waste-App nicht, sagen Manor und die Markthalle. Aber: Die App ist kein Wohltätigkeitsverein. pro verkaufter Mahlzeit behält das Unternehmen knapp drei Franken für sich. Trotzdem geht die Rechnung auf. Bis heute haben durch «To Good To Go» in der Schweiz 280’000 Mahlzeiten gerettet werden können.

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