Die Umgestaltungspläne für die Freie Strasse kommen nicht bei allen gut an. (Illustration: Bau- und Verkehrsdepartement/Telebasel)

Basel

«Was nützt eine Flaniermeile ohne Beizen?»

Die Freie Strasse soll bis 2023 zur Flaniermeile umgestaltet werden. Fehlende Beizen und das Ladensterben sorgen aber für kritische Reaktionen im Netz.

Bis 2023 soll die Freie Strasse ganz anders aussehen. Der bestehende Teerbelag soll über die ganze Strassen- respektive Gassenbreite durch Steinplatten ersetzt werden. Somit wird Basels bekannte Einkaufsmeile zur Flaniermeile. Die seit Jahrzehnten diskutierte Umgestaltung beginnt laut Hans-Peter Wessels voraussichtlich 2020. Die Arbeiten sollen rund drei Jahre dauern. Für die Umsetzung des Projekts in der schon bestehenden Fussgängerzone hat der Regierungsrat 15,6 Millionen Franken bewilligt.

Kritik im Netz

Die Umgestaltungspläne für die Freie Strasse kommen nicht bei allen gut an. Das Thema wird auf der Facebook-Seite von Telebasel heiss diskutiert. Kritisiert werden von den Usern vor allem das Fehlen von Beizen oder das Ladensterben. «Was nützt eine Flaniermeile ohne Beizen?» fragt sich zum Beispiel ein User.

«Hier werden Steuergelder verlocht»

Aber auch die Finanzierung des Projektes und die Aussicht auf eine erneute Grossbaustelle sind vielen ein Dorn im Auge. «Juhui, schon wieder eine Grossbaustelle in der Stadt. Hier werden die Steuergelder im wahrsten Sinne des Wortes verlocht», schreibt eine Userin.

Was bringt das Ganze? Diese Frage stellen sich viele User: «Was bringt das denn überhaupt? Es ist schon langsam wirklich mühsam mit denn vielen Baustellen in Basel. Man hat das Gefühl, dass an jeder Ecke von Basel Etwas gebaut werden muss».

Flanieren ohne Velos

Das Thema Velofahrer sorgt auch im Falle der neuen Freien Strasse für Kritik. «Sieht ganz toll aus, aber warum müssen wieder Velos dort sein? Flanieren ist ohne Velo, die sollen auch draussen bleiben wie die Autos», heisst es

Neben vielen kritischen Stimmen gibt es auch vereinzelt Lob für die Pläne des Bau- und Verkehrsdepartements. «Ich finde es gut, sieht ja wirklich schön aus», schreibt eine Userin. Auch die fehlenden Trottoirs stossen auf Zustimmung: «Ich finde es gut. Vor allem für Leute mit Rollstuhl und Rollator».

2 Kommentare

  1. Erkären Sie mir, wie das “das Land freut”.. Gibt es soviel mehr “individuelle Läden” in Allschwil? In Pratteln? In Münchenstein?

    Rot grün ist schuld! Das ist Ihr Fazit. Rotgrün setzt die Mietpreise pro qm fest? Verstaatlichung des Bodens, das würde vielleicht helfen!

    Nüchtern Sie sich mal brav aus, dankeReport

  2. Tja alles kann man nicht haben erfolgreich vertreibt man seit einem Jahrzehnt die individuellen Läden in BS.
    das Land freut’s.
    Nun finanziert der Steuerzahler auch noch dieses Projekt den grossen Int.Unternehmen ausgerechnet jenen die mitverantwortlich sind im enormen Anstieg der Mietpreise und dramatischerweise auch noch solchen die sich nicht mal an der Weihnachtsbeleuchtung beteiligen wie Apple.
    Gut gemacht Rot Grün vielen dank für die Unterstützung der Hochpreis Mieten.Report

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