Kampf auf Biegen und Brechen: Erst in der Verlängerung verloren Nino Niederreiter und die Schweizer den WM-Viertelfinal gegen die favorisierten Kanadier. (Bild: Keystone)

International

Schweizer Hockeynati fehlen 0,4 Sekunden für WM-Halbfinal

Was für ein Drama für die Schweizer Hockeynati! An der WM in der Slowakei verlieren die Schweizer ihren Viertelfinal gegen Kanada 2:3 nach Verlängerung.

Unglaublich! Das Schweizer Nationalteam verpasst in einem der grössten Dramen an Eishockey-Weltmeisterschaften den Halbfinal. Die Schweizer verlieren in Kosice gegen Kanada nach einer 2:1-Führung bis 0,4 Sekunden vor Schluss mit 2:3 nach Verlängerung.

Der letzte Schuss in der regulären Spielzeit, der 38. Torschuss Kanadas, traf die Schweizer wie ein Stich ins Herz. Damon Severson feuerte den Schuss ab. Der Puck fand einen Weg an Leonardo Genonis Oberkörper und Oberarm vorbei. 0,4 Sekunden vor Schluss überschritt er die Torlinie. Kanada hatte sich in extremis in die Verlängerung mit drei gegen drei Feldspieler gerettet.

In dieser Overtime gelang den Schweizern nicht mehr viel. Nach 65:07 Minuten erzielte Mark Stone das Siegtor für die Kanadier. Stone hatte schon zum 2:2-Ausgleich in allerletzter Sekunde das Assist beigesteuert.

Spiel der späten Goals

Bis zur letzten Sekunde hatten sich die Schweizer toll gehalten. Sie erzielten aus den ersten zwei Powerplay-Chancen zwei Tore und führten 1:0 und ab der 40. Minute 2:1. Nico Hischier erzielte das 2:1 drei Sekunden vor der zweiten Pause. Es war das Spiel der späten Goals.

Statt am Samstagnachmittag in Bratislava im Halbfinal gegen Russland zu stehen, müssen die Schweizer am Freitag die Heimreise antreten. Aber obwohl sie keinen grossen Gegner in der Slowakei besiegte, gefiel die Schweizer Hockey-Nati ein Jahr vor der Heim-Weltmeisterschaft in Zürich und Lausanne. Hoffentlich kämpfen sie in einem Jahr vor eigenem Publikum mit mehr Glück als am Donnerstagnachmittag in Kosice.

Im zweiten Viertelfinal des Nachmittags gewann Russland gegen die USA 4:3. Am Abend spielen noch Tschechien gegen Deutschland und Finnland gegen Schweden.

Telegramm:

Kanada – Schweiz 3:2 (0:1, 1:1, 1:0, 1:’) n.V.

Kosice. – 7440 Zuschauer. – SR Frano/Rantala (CZE/FIN), Lhotsky/Sormunen (CZE/FIN). – Tore: 19. Andrighetto (Diaz, Fiala/Ausschluss McCann) 0:1. 26. Stone (Fabbro, Dubois) 1:1. 40. (39:57) Hischier (Martschini, Niederreiter/Ausschluss Marchessault) 1:2. 60. (59:59) Severson (Stone) 2:2. 66. (65.07) Stone (Dubois, Theodore) 3:2. – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Kanada, 1mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Kanada: Murray; Fabbro, Theodore; Severson, Nurse; Stecher, Chabot; Myers; Jost, Turris, McCann; Stone, Dubois, Marchessault; Reinhart, Couturier, Cirelli; Joseph, Strome, Henrique.

Schweiz: Genoni; Frick, Fora; Loeffel, Genazzi; Diaz, Josi; Ambühl, Bertschy, Simon Moser; Fiala, Hischier, Niederreiter; Andrighetto, Haas, Hofmann; Martschini, Kuraschew, Scherwey; Praplan.

Bemerkungen: Kanada ohne Mantha (gesperrt), Schweiz ohne Weber und Janis Moser (beide verletzt), Berra (Ersatzgoalie), Mayer (überzähliger Torhüter) und Bertaggia (nicht gemeldet). – Timeouts: Kanada (59:07); Schweiz (57.). – Lattenschuss Marchessault (22.). – Schüsse: Kanada 36 (12-7-17); Schweiz 20 (5-9-6). – Powerplay-Ausbeute: Kanada 0/1; Schweiz 2/3.

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