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Der Telebasel News-Beitrag vom 22. Mai 2019.

Basel

«Junge sind oft Opfer von Scharlatanen»

Die Welt der Nahrungsergänzungsmittel erscheint grenzenlos. Die Industrie zielt auf ein schwaches Glied der Gesellschaft ab – auf Jugendliche.

Es ist ein Dschungel. Im Internet werden Nahrungsergänzungsmittel, sogenannte Supplements, allerorten angepriesen. Kreatin, Protein, Aminosäuren oder Masse-Shakes.

Andrea Schärer ist Fitness-Coach und Ernährungsberaterin. Auch sie bemerkt die Nachfrage nach mehr Nahrungsergänzungsmitteln. «Das ist  eine industrielle Entwicklung, die ich kritisch sehe. Und das, obwohl ich selber einen Sponsor habe. Die Supplement-Geschichte macht vielleicht fünf oder zehn Prozent der ganzen Sporternährung aus.»

Junge treiben mehr Sport

Der Fitness-Trend bei den 19-34-Jährigen zeigt sich auch in der Statistik des Bundes. 2002 haben sich 28 Prozent aller Frauen als trainiert bezeichnet. Bei den Männern knapp 43 Prozent. 15 Jahre später sind es bei den Frauen ein Drittel und bei den Männern praktisch jeder zweite, der sich als trainiert bezeichnet. Auf diese Gruppe zielt die Supplement-Industrie ab.

Das 30-jährige Fitness-Modell weiss, wie wichtig beim Thema Nahrungsergänzung Vertrauenspersonen sind. Denn auf dem Markt gebe es viele Scharlatane. «Es gibt ganz viele, die darauf hereinfallen. Denn es gibt so viele, die Präparate anbieten. Jeder will seine Philosophie an den Mann bringen und natürlich auch sein Geld verdienen», so Andrea Schärer.

Weniger Drogen

Wirklich gefährlich werde es aber erst bei den illegalen Supplements, wie Anabolika oder Steroide. Davor warnt Andrea Schärer vor allem Frauen. Gesamthaft hat der Trend zu mehr Sport von Jungen aber durchaus auch seine positiven Effekte.

Eine neue Befragung in den Basler Schulen zeigt nämlich, dass deutlich weniger Junge rauchen und kiffen als noch vor 12 Jahren. Die Gesundheit hat also immer wie mehr Vorrang.

1 Kommentar

  1. Was ist mit Alkohol!? Mich macht es wütend, dass die Raucher als Kriminelle dargestellt werden! Alkohol ist wohl Salonfähig und gehört zum guten Ton, leider.Report

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