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Erni Maissen und Karli Odermatt äussern sich bei FCB Total zu Albian Ajeti. (Video: Telebasel)

Basel

«Manchmal musst du das Hirn halt trotzdem einschalten»

Albian Ajeti sorgte für den Aufreger der Cupfeier. Der Stürmer zündete eine Pyro-Fackel auf dem Balkon des Stadtcasinos und das mediale Geschrei ging los.

Aus FCB-Sicht ist es schade, wenn man nach so einem tollen Triumph im Cup, sich mit Aktionen wie jener von Albian Ajeti herumschlagen muss. Auch der Meister aus Bern kann ein Lied davon singen. Christian Fassnacht zündete an der Meisterfeier eine Pyro-Fackel und wurde gebüsst.

«Schlicht eine Dummheit»

Auch die beiden FCB-Legenden finden kein Verständnis für die Pyro-Aktion des FCB-Stürmers Albian Ajeti. «Man weiss doch, dass man das nicht machen darf. Es ist schlicht eine Dummheit von ihm», so Erni Maissen. Er wisse nicht, ob es aus jugendlichem Leichtsinn geschah. Ob Albian Ajeti zu ausgiebig feiern, oder sich mit den Fans solidarisieren wollte.

«Er weiss genau, dass er das nicht machen darf. Er weiss, dass er gebüsst wird. Er weiss, dass es falsch war. Und das wir das nicht tolerieren», so Karli Odermatt. Das Geld ginge aber an eine gemeinnützige Institution. Man habe nicht gewollt, dass Ajeti einfach eine Busse zahlt.

«Das Hirn einschalten»

Das Alter sei bei Albian Ajeti keine Ausrede mehr. «Ganz so jung, ist er dann auch nicht mehr mit 22 Jahren. Aber wenn er dafür gerade steht, und das Geld einer guten Sache zugute kommt, dann kann man sagen, dass es für etwas gut war», so Erni Maissen.

Fakt ist: Die Spieler werden von den Fans auch zu solchen Aktionen ermutigt. Die Sprechchöre erklingen, sobald die Spieler den Balkon betreten. «Feiern ist ja korrekt und das haben sie auch verdient. Aber manchmal musst du das Hirn halt trotzdem ein bisschen einschalten», sagt Maissen klar und deutlich.

Teil der heutigen Fankultur

«Wir brauchen die Fans. Wir brauchen die Gesänge. Wir stehen auch hinter ihnen. Auch die Fans wissen ganz genau, dass es verboten ist. Und trotzdem zünden sie immer wieder Pyros. Das ist halt jetzt einfach Bestandteil der heutigen Fankultur – und zwar weltweit. Das kann man nicht ändern», sagt Karli Odermatt und schliesst damit das Thema.

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