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Der Telebasel Sport Beitrag vom 20. Mai 2019.

Basel

Albian Ajeti wird für Pyro-Aktion zur Kasse gebeten

FCB-Stürmer Albian Ajeti hat an der Cupfeier am Sonntag eine Pyro-Fackel gezündet. Der FCB verurteilt die Aktion. Ajeti muss einen Geldbetrag spenden.

FCB-Stürmer Albian Ajeti liess sich im Jubel über den 13. Cupsieg von Rotblau auf dem Barfi-Balkon zu einer verfänglichen Aktion hinreissen. Er zündete eine Pyro-Fackel, die er aus der Menge zugeworfen bekommen hatte. Für dieses Verhalten muss Ajeti nun gerade stehen. Der FC Basel teilte am Montag in einem Communiqué mit, dass man das Verhalten des Stürmers «aufs Deutlichste verurteilt» und dass man ein solches Verhalten in keiner Weise toleriere, «auch nicht in einem Moment der grossen Ausgelassenheit».

FCB-Stürmer Albian Ajeti zündete an der Cupfeier eine Pyro-Fackel. (Video: Telebasel)

Der FCB hat mit Ajeti vereinbart, dass er anstelle einer internen Busse einen Geldbetrag an eine gemeinnützige Organisation spendet. Wie hoch dieser Betrag ist, wurde nicht kommuniziert. Laut dem Klub handelt es sich aber um einen «deutlich spürbaren Betrag», den der Spieler aus seiner eigenen Tasche bezahlen muss. An welche Organisation das Geld geht, wurde auch nicht mitgeteilt.

Albian Ajeti zeigte sich im Communiqué für sein Verhalten reuig. «Ich möchte mich in aller Form für mein gestriges Verhalten mit der Pyro-Fackel entschuldigen. Der Cupsieg und die Feierlichkeiten waren sehr emotional für mich. Ich habe mich in der Euphorie zu dieser Tat hinreissen lassen, das tut mir aufrichtig leid», so Ajeti.

Fehlverhalten inmitten des Jubels

Die Aktion spielte sich auf dem Balkon des Stadtcasinos inmitten der Cupfeier am Sonntagabend ab. Valentin Stocker gab während den Feierlichkeiten den Speaker und rief die Spieler in der Reihenfolge ihrer Nummern auf den Balkon. Als er die Nummer 22 aufrief, war der Jubel bei den Fans besonders gross. Diese trägt Albian Ajeti, der Torschütze zum 1:0 im Cupfinal gegen den FC Thun.

Er winkte in die Menge und diese rief ihm lauthals zu: «Albi zünd emol!» Kurz darauf warf ein Fan einen Pyro auf den Balkon. Ajetis Name die Fackel in die Hand und versuchte die Fackel zu zünden. Im selben Moment versuchte ihn jemand vom Sicherheitspersonal daran zu hindern, doch da war es schon zu spät. Die Fackel brannte und Ajeti wurde von der Menge lauthals gefeiert. Im Nachhinen gab er zu, dass es eine dumme Aktion war. «Es war ein emotionaler Moment, in dem man alles macht, was auf einen zukommt», sagte Ajeti.

Auch in Bern wurde gezündet

In diesem Jahr ist es bereits der zweite Vorfall in der Schweiz, an dem ein Profi-Fussballspieler eine Pyro-Fackel zündet. Nachdem die Berner Young Boys als Meister feststanden und die Fans zusammen mit den Spielern in der Innenstadt feierten, zündete YB-Mittelfeldspieler Christian Fassnacht eine Pyro-Fackel. YB verurteilte diesen Vorfall aufs Schärfste. Es kam zu internen Sanktionen und einer massiven Busse für den Meisterhelden.

Nicht der erste Vorfall auf dem Barfi

Albian Ajeti ist zudem nicht der erste Basler Fussballer, der auf dem Barfi eine Pyrofackel zündete. Nach dem 4:1-Cupsieg des FCB über die AC Bellinzona im April 2008 zündete der damalige FCB-Torwart Franco Costanzo eine Pyro-Fackel auf dem Balkon.

An der Cupfeier im Jahr 2010 zündeten ausserdem gleich mehrere FCB Spieler auf dem Balkon des Stadtcasinos, unter ihnen auch Xherdan Shaqiri. Nur zwei Jahre später war es der damalige Verteidiger Aleksandar Dragovic, der mit einer Fackel in der Hand feierte. Allen Pyrosündern wurde damals eine Geldstrafe aufgebrummt.

3 Kommentare

  1. Fussballspieler = Anonyme Spende in unbekannter höhe.
    Kurvensteher = min. 2 Jahre Stadionverbot, verurteilung gegen das Sprengstoffgesetzt, Busse.
    okee.Report

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