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Schweiz

«Hätte auch auf die andere Seite kippen können»

Bei den FCB-Spielern ist die Freude und die Erleichterung ob des Cupsiegs riesig. Der FC Thun hadert mit der Niederlage, schaut aber bereits nach vorne.

«Ich bin überglücklich, es freut mich sehr für die Mannschaft. Wir haben heute nicht unser bestes Spiel gezeigt, das wissen wir», sagte der FCB-Captain Marek Suchy nach dem Triumph in Bern. Aber im Final zähle nur, wer das Spiel gewinnt. «Am Ende haben wir doch ein Bisschen zittern müssen, nun wollen wir feiern bis zum Morgen.»

Präsident Bernhard Burgener machte seiner Mannschaft ein grosses Kompliment: «Die Mannschaft und der Trainer haben diesen Titel verdient. Es war spannend bis zum Schluss, aber zum Glück ging es gut aus. Heute haben die Spieler zusammen mit dem Staff das geliefert, was wir uns immer gewünscht haben. Die Feier-Bühne soll deshalb ihnen gehören.»

«Thun hätte den Sieg auch verdient»

Auch bei Valentin Stocker ist die Freude nach dem Titelgewinn riesig. «Das Spiel hätte auch auf die andere Seite kippen können», sagt er, denn man habe «keine Super-Leistung gezeigt». «Thun hätte den Sieg auch verdient, das müssen wir zugeben. Doch wir haben in Viertelfinal und Halbfinal auswärts gespielt (in Sitten und Zürich) und dort tolle Spiele abgeliefert. Deshalb haben wir diesen Cupsieg absolut verdient.»

Trainer Marcel Koller ist glücklich, nun auch einen Schweizer Cuptitel in seinem Repertoire zu haben.  «Ich stand schon einmal im Final, mit GC, und habe dort gegen den FC Basel verloren (2002). Jetzt bin ich glücklich, den Cup gewonnen zu haben. In der Schlussphase wurde es eng, weil wir ein paar Konter nicht gut ausgespielt haben. Thun war ein sehr starker Gegner.»

«Nehmen uns vor, wieder in den Cupfinal zu kommen»

Beim FC Thun präsentiert sich die Gefühlslage nach dem verlorenen Cupfinal natürlich anders. «Es schmerzt, weil wir ein gutes Spiel gemacht haben. Wir waren nahe dran», bilanziert Thun-Trainer Marc Schneider. «Wir nehmen uns vor, in einem Jahr wieder in den Cupfinal zu kommen. Viele Spieler haben am Cupsieg schnuppern können, sie haben diesen Rummel zum ersten Mal erlebt. Das Erlebnis macht uns stärker.»

Dejan Sorgic sieht die Ursache für die Niederlage darin, dass die Berner Oberländer nicht in die Gänge kamen. «Wir haben zu spät begonnen, Fussball zu spielen. In einem Cupfinal hätten wir von Beginn weg mit mehr Herz spielen müssen.» Deshalb habe Basel verdient gewonnen. «Ich bin sehr enttäuscht, denn wir wären gerne Cupsieger geworden. Wir haben in dieser Saison viel für einen Titel gearbeitet. Dass es am Ende wegen Kleinigkeiten nicht gereicht hat, ist sehr schmerzhaft», so der Thuner Stürmer.

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