Basel

Die Stunde der rotblauen Wahrheit

Im Cupfinal schlägt die Stunde der Wahrheit für Rotblau: Für die Spieler, den Trainer - den ganzen Verein.

Wenn um 14 Uhr im Berner Wankdorf der Anpfiff zum 94. Schweizer Cupfinal ertönt, schlägt die Stunde der Wahrheit für den FC Basel. Ein Erfolg würde die lang ersehnte Ruhe in den Verein bringen. Eine Niederlage hingegen verheerend, würde vieles wieder relativieren.

Tugenden eines Gewinners

Der Druck auf den Spielern ist dementsprechend enorm. Die Motivation hoffentlich noch grösser. Für viele Spieler bei Rotblau, ist es die erste Chance auf einen Titel. Die erste Möglichkeit der Karriere in einem Final zu spielen. Der erste Gang auf den Barfüsserplatz in Falle eines Erfolgs.

Die Basler haben oft geschwankt in dieser Saison. Trotzdem hat Rotblau eines gezeigt: Wenn sie bereit sein müssen im Cup, dann sind sie es auch. Gegen die kleineren Mannschaften wie Montlingen, Échallens und Winterthur siegte man dank Geduld. Gegen den FC Sion triumphierte man dank Mentalität und Kampf. Gegen den FCZ im Halbfinal dank der Entschlossenheit. Bringt man diese Tugenden am Sonntag zusammen, dann wird der FCB als Sieger vom Berner Kunstrasen schreiten.

Konsequenzen müssten her

Sollte man am FC Thun scheitern, dann werden offene Wunden aufgerissen und alte Fragen ausgegraben. Zwei Jahre ohne Titel. In der Meisterschaft mit Rekord-Abstand hinter YB. Im Cupfinal als Goliath gegen David gescheitert. Nicht nur die Spieler werden ins Scheinwerferlicht geraten. Sondern auch Trainer und Chef-Étage. Die Ruhe nach der starken Rückrunde wäre wie weggeblasen. Konsequenzen müssten folgen. Die Zeit um Geduld zu betteln, ist nämlich endgültig vorüber.

Die Entscheidung, ob die Saison akzeptabel oder erneut inakteptabel war, fällt in einem einzigen Spiel. Die Rollen sind verteilt. Es heisst: Alles oder nichts.

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