Unwirsch wurden hier die Tacos abserviert. Mittlerweile konnten die Sicherheitsleute jedoch den Konflikt mit dem Foodtruck-Betreiber beilegen (Foto: Telebasel)

Basel

Sicherheits-Firma blockiert Foodtruck trotz Bewilligung

Trotz Bewilligung blockierten Sicherheitsleute einen Foodtruck beim Novartis-Gelände. Nun erhält der Imbiss-Betrieb eine Entschädigung.

Eigentlich hätten im knallroten Vehikel die ersten Tacos über den Ladentisch gehen sollen. Am Mittwoch über Mittag wartete ein Foodtruck mit mexikanischen Spezialitäten bei der Tramstation Ciba auf hungrige Mäuler.

So weit kam es aber nicht. Plötzlich tauchten Sicherheitsleute auf und stellten sich vor den Imbissstand. «Sie dachten, wir befänden uns auf dem Novartis-Gelände – was aber nicht der Fall war», sagt der Foodtruck-Besitzer Julian Dominguez. Das Security-Personal habe seinen Mitarbeiter daran gehindert, auch nur einen Taco über den Ladentisch zu bringen. «Sie benahmen sich sehr unfreundlich», ärgert sich Dominguez.

Mitarbeiter am Verkauf gehindert

Dabei stand das Fahrzeug auf der Allmend und hatte eine Bewilligung dafür. Julian Dominguez hatte nämlich mit seinem Betrieb «La chamaca» den von der Küchenkarawane der Markthalle den Zuschlag für einen von mehreren Foodtruck-Standorten bekommen.

Eine Verwirrung über die Parzellengrenze sorgte für den unerfreulichen Start. Nur wenige Meter trennen nämlich den öffentlichen Foodtruck-Platz vom Klybeck-Areal von Novartis. Wie ein Sprecher auf Anfrage von Telebasel versichert, habe das Pharmaunternehmen jedoch nichts von dieser Wegweisung gewusst. Es ist der  Sicherheitsdienst der Firma ISS Facility Services AG, der auf dem Gelände nach dem Rechten sieht.

Firma zahlt Entschädigung

Julian Dominguez forderte noch am gleichen Tag von diesem Unternehmen eine Entschädigung für die Umsatzeinbussen. Wie er gegenüber Telebasel sagt, sei ihm das zunächst verweigert worden. Dann aber lenkte die Firma ein. Wie Martin Zubler, Managing Director bei ISS Facility Services auf Anfrage bestätigt, werde das Unternehmen dem Foodtruck-Betreiber nun eine Entschädigung von 500 Franken entrichten. Das ist just der Betrag, den Dominguez vorgeschlagen hatte.

Wie Zubler sagt, werde man zudem das Sicherheitspersonal über den neuen Foodtruck-Standort informieren, damit sich eine solche Situation nicht wiederhole. Zugleich sagt er aber, dass die «Taqueros» die Allmendbewilligung nicht auf Papier dabei gehabt hätten, was offenbar dieses Missverständnis bestärkte. Julian Dominguez sagt jedoch, sein Mitarbeiter habe das Dokument sehr wohl in digitaler Form vorweisen können.

Wie auch immer: Die mexikanische «Taquería» und die Sicherheitsfirma beendeten ihren Streit in Minne. Die Sache ist somit für alle Beteiligten erledigt, aber auch für die kommenden Streetfood-Verkäufer beim Klybeck-Areal. Wie die Markthallen AG auf Anfrage versicherte, konnte dort bereits am Donnerstag der nächste Foodtruck ungestört seine Leckereien verkaufen.

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