Featured Video Play Icon
Der Telebasel Sport Beitrag vom 17. Mai 2019.

Basel

So mühsam war der Basler Weg in den Cupfinal

Fünf Spiele, fünf Siege. Die Basler Cup-Bilanz unter Koller ist makellos. Doch steinig war der Weg ins Endspiel allemal. Ein Rückblick.

Lange wurde der Cup in Basel belächelt. Es sei die zweite, die kleine Trophäe hinter der Meisterschaft. Einige titellose Jahre und die Euphorie um den silbernen Kübel ist zurück am Rheinknie. Und der Cup hat ja auch seinen ganz speziellen Reiz.

FC Montlingen – FC Basel 0:3

Dieser Charme wird vor allem in den ersten Runden sichtbar. Beispielsweise in Montlingen. Dann, wenn der grosse FCB in der 2’000-Seelen-Gemeinde spielt, herrscht Cup-Euphorie. Insbesondere, wenn der Underdog so gut mithält wie eben dieses Montlingen. Rotblau tat sich schwer in der ersten Runde, liess zahlreiche Chancen liegen, aber gewann letztlich ungefährdet mit 3:0. Aldo Kalulu schoss das dritte Tor. Es sollte sein bisher letztes im FCB-Dress bleiben.

Echallens Région – FC Basel 2:7

Mangelnde Chancenauswertung war auch das Manko in der zweiten Runde. Nach 45 Minuten gegen Echallens Région aus der vierthöchsten Schweizer Liga stand es immer noch 0:0. Doch dann platzte der Knoten – und wie. Nach der Pause zappelte der Ball neunmal im Netz. Mit einem 7:2 zog der FCB in die Achtelfinals ein.

FC Winterthur – FC Basel 0:1

Im Achtelfinal war fertig mit dem Torreigen. Am FC Winterthur biss sich Rotblau die Zähne aus. Bis Silvan Widmer den FCB erlöste. Sein Kopfballtor sollte der einzige Treffer an diesem Abend bleiben.

Das war nicht nur insofern bedeutend, als dass es Rotblau in die nächste Runde brachte, es war auch das erste Mal seit dem Cupspiel gegen Montlingen, dass der FCB wieder zu Null spielte. In den mehr als zwei Monaten dazwischen schlug es immer ein im Basler Tor.

FC Sion – FC Basel 2:4

Was für ein Tor, was für ein Spiel. Valentin Stocker schoss den FCB mit einem Traum von einem Treffer in die Halbfinals. Und das in einem Spiel, das nach 80 Minuten verloren schien. Rotblau lag 2:0 zurück, das Momentum lag auf Walliser Seite. Doch die Treffer von Albian Ajeti und Luca Zuffi retteten Basel in die Verlängerung – und dort schlug die Stunde des Valentin Stocker. Der besagte Weitschuss brachte die Führung und der erfolgreiche Abschluss eines Konters die Entscheidung: Der FCB ist im Halbfinal.

FC Zürich – FC Basel 1:3

Im Halbfinal wartete ein schweres Los: der FCZ. Rotblau startete unbeeindruckt, ging durch Noah Okafor früh in Führung. Danach wurde das Spiel erst wieder packend, als sich Zdravko Kuzmanovic mit Alain Nef anlegte und damit eine, nein DIE Rudelbildung auslöste, bei der selbst Marcel Koller, Gusti Nussbaumer, Ancillo Canepa, Marco Streller und Co., plötzlich auf dem Platz standen.

Mit den Emotionen im Bauch schoss genau dieser Kuzmanovic den FCB 2:0 in Front und ebnete somit den Weg in den Cupfinal.

Fünf Auftritte und fünf Siege auf fremdem Terrain, die mehr oder weniger lang im Gedächtnis bleiben werden. Alle dienten sie nur einem Ziel: Am Sonntag mit dem Pokal auf dem Barfi zu stehen – für eine Feier, die noch lange im Kopf bleiben wird.

Der Cupfinal auf Telebasel

Der Cupfinal ist das Highlight der diesjährigen FCB-Saison. Wie Telebasel über das rotblaue Spektakel am Sonntag berichtet, erfahren Sie hier.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*