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Luca Hänni in Action: Am Samstag steht der Sänger nochmals auf der ESC-Bühne. (Bild: Keystone)

International

Luca Hänni steht im ESC-Final

Luca Hänni hat's geschafft: Der Schweizer Sänger steht am Samstag mit dem Song «She Got Me» im Final des Eurovision Song Contests.

Erstmals seit fünf Jahren hat es wieder ein Schweizer Act in das Final des Eurovision Song Contests geschafft. Mädchenschwarm Luca Hänni überzeugte die Zuschauer mit seinem Lied «She Got Me».

Luca Hänni – «She Got Me»:

(Video: Youtube)

Ganz überraschend ist Luca Hännis Etappenerfolg nicht. Der 24-Jährige wurde schon im Vorfeld immer wieder als Favorit gehandelt. Glaubte man in den vergangenen Tagen den Wettbüros, so könnte dem Berner im Final vom kommenden Samstag gar ein Platz in den Top Ten winken.

Nach seiner Leistung am zweiten Halbfinal lässt sich diese Prognose mit soliden Argumenten untermauern. Der Song «She Got Me» stach aus den 18 Darbietungen am Donnerstagabend in den Augen zahlreicher Betrachter deutlich heraus. Zwischen zuweilen eher kraftlosen Songs und zurückhaltenden Auftritten, versetzte die Performance von Luca Hänni das rund 7’000-köpfige Publikum im Tel Aviv Convention Center in Begeisterung. Selbst als er gegen Ende des Songs ein bisschen ausser Puste geriet, jubelten die Zuschauer weiter.

Finale am Samstag

Dabei hätte es ganz anders kommen können 0 noch wenige Tage vor dem Wettbewerb hatte der Sänger seine Stimme beinahe verloren. Dank viel Ingwertee und Zurückhaltung beim Sprechen sei sie aber rechtzeitig zurückgekommen, erzählte Luca Hänni dem Schweizer Fernsehen kurz vor der Show am Donnerstag in Israel.

Ausser der Schweiz haben es folgende Länder eine Runde weiter geschafft:

  • Nordmazedonien
  • Holland
  • Albanien
  • Schweden
  • Russland
  • Aserbaidschan
  • Dänemark
  • Norwegen
  • Malta

Sie alle treten gegen die automatisch qualifizierten Big Five (die finanzstärksten ESC-Länder) Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Italien und Spanien sowie gegen die Finalisten aus der ersten Halbfinalrunde an. Diese sind:

  • Australien
  • Tschechische Republik
  • Griechenland
  • Weissrussland
  • Serbien
  • Zypern
  • Estland
  • Island
  • Slowenien
  • San Marino

Madonna mit Aufrtitt

Beim Finale wird auch US-Megastar Madonna auftreten, wie die Veranstalter am Donnerstag bestätigten. Bis zuletzt hatte Ungewissheit geherrscht, ob es wirklich zu dem Auftritt – ausser Konkurrenz – kommt. Die 60-Jährige unterzeichnete erst in letzter Minute den notwendigen Vertrag, wie der für die Übertragung verantwortliche Sender Kan bestätigte. Die Unterzeichnung verzögerte sich nach Medienberichten, weil Madonna ihren Hit «Like a Prayer» singen will. Doch nicht alle Rechteinhaber an dem Song hätten der Europäischen Rundfunkunion (EBU) als Veranstalter dazu ihre Zustimmung gegeben. Ausserdem wolle der Popstar am Samstag als Weltpremiere den neuen Song «Future» aufführen.

In der Eurovisionswoche gibt es in Tel Aviv zahlreiche weitere Aktivitäten. Der TV-Sender Kan berichtete, Hunderttausende von Menschen hätten im Rahmen der «Weissen Nacht» in der Nacht zum Freitag in der ganzen Stadt gefeiert. Das ESC-Dorf am Mittelmeerstrand von Tel Aviv war zeitweise so voll, dass die Polizei Menschen aufrief, nicht mehr in die Gegend zu kommen.

Das ESC-Finale findet am Samstag, 18. Mai 2019, um 21 Uhr statt. Insgesamt 26 Nationen kämpfen um den Sieg. Pop-Star Madonna wird am Final-Abend in Tel Aviv zwei Titel zum besten geben.

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