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Der Telebasel Talk vom 16. Mai 2019.

Basel

Im Talk: Stararchitekt Pierre de Meuron

Niemand bestimmt so sehr den Anblick unserer Stadt wie die Stararchitekten Herzog & de Meuron. Und löst Debatten dazu aus. Auch mit dem neuen Unispital-Bau.

Stehen Sie auf die Pfalz und schwenken Sie Ihren Blick von rechts nach links, liebe Leserin, lieber Leser. Als erstes fällt der fulminante Roche-Turm ins Auge, der vielen bereits als das neue Wahrzeichen unserer Stadt gilt. Wir wissen: Der höchste Turm wird dort erst noch gebaut. Schwenk in die Mitte über das Kleinbasel: der gewaltige Messebau. Blick weiter nach links: Novartis Campus, das Gebäude am nächsten beim Rhein. Alles Herzog & de Meuron.

Stellen Sie sich auf den Bahnhofsplatz. Der schachtelartige Hochbau, das Meret Oppenheim Hochaus – auch von Herzog & de Meuron. Spazieren Sie am Kleinbasler Rheinufer Richtung Johanniterbrücke, richten Sie Ihren Blick auf das Grossbasler Ufer. Dieses wird bis in den nächsten zehn oder vielleicht 15 Jahren so aussehen:

So wird die Skyline am Grossbasler aussehen mit Klinikum 2, Perimeter B und Biozentrum.

Der zweite Bau von links: Der Perimeter B für rund 300 Millionen Franken, 68 Meter hoch, Nutzfläche von rund 24’000 m2, der jüngste veröffentliche Plan von Herzog & de Meuron.

Bei Heimatschützern und Altstadt-Liebhabern lösen solche Hochbauten Abwehrreflexe aus. So auch im aktuellen Fall. Die Grossbasler Rheinpromenade werde dereinst von Türmen dominiert. Ursprünglich hatte sich Jacques Herzog selber ablehnend über den Klinikum 2-Hochbau geäussert. Aber da dieser nun gebaut wird, sehen die Basler Architekten eine neue Situation vor sich. In der «BaZ» ärgerte sich der Präsident Heimatschutz, Christof Wamister, über die Salami-Taktik.

Elbphilharmonie, Tate Gallery, Pritzker-Preis

Kein Architekturbüro in der Stadt formt und bestimmt so sehr den Anblick unserer Stadt. Dabei wäre es nicht nur unfair, sondern sogar falsch zu sagen, das Büro richte sich nur nach Ruhm und Spektakel-Ausstrahlung. Unsere (kleine) Auswahl oben zeigt quasi nur die «HdM-Pyramiden» unserer Kleinstadt.

Aber die beiden Stararchitekten haben auch das Bild verschiedener Weltmetropolen nachhaltig verändert: Hamburg (Elbphilharmonie), London (Erweiterung der Tate Gallery), München (Allianz Arena), etc. etc. Jacques Herzog und Pierre de Meuron erhielten 2001 die wohl höchste Architekturauszeichnung: den Pritzer-Preis.

Der internationale Spitzenarchitekt Pierre de Meuron ist im Telebasel Talk zu Gast.

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