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Der Telebasel News-Beitrag vom 15. Mai 2019.

Basel

Roche-Baustelle: Jetzt geht es nur noch nach oben

Die Baugrube ist tief, aber und der Bau 2 schiesst rasant in die Höhe: Besuch auf der Baustelle bei Roche im Kleinbasel.

Vom alten Bau 74 sieht man schon lange nichts mehr. An dieser Stelle entsteht ein Forschungszentrum mit vier unterschiedlich hohen Gebäuden. Jetzt sind aber auch die sechs Untergeschosse auf einer Fläche von 70 mal 140 Meter vollständig abgerissen. Nur noch eine ganz kleine Ecke ist in der 25 Meter tiefen Grube noch übrig.

Es geht aufwärts auf der Rochebaustelle:

Der ganze Beton des Abbruchs werde nicht etwa auf Deponien entsorgt, wie Roche-Sprecher Karsten Kleine erklärt: «Nachhaltigkeit ist für Roche ein sehr wichtiges Thema. Auch bei unseren Baustellen. Deshalb verwenden wir das Material wieder als Recycling-Beton».

Hohe Ansprüche an Nachhaltigkeit

Dazu werden die Armierungseisen aus dem Beton separiert. Die übrig gebliebene Betonbrocken werden dann zerkleinert und als Grundstoff für den Recycling-Beton aufbereitet. Dieser kommt danach für alle statisch nicht allzu stark belasteten Schichten zum Einsatz. Weil das alles in der Grube direkt passiert, könne Roche so rund 30 Prozent Transportkosten sparen. Nachteil: Es gibt viel Lärm.

«Wir haben im kompletten Quartier 1’500 Schallschutzfenster einbauen lassen und bezahlen Emissions-Entschädigungen an die Nachbarn», sagt Karsten Kleine. In einem bestimmten Perimeter betrage dies bis zu 30 Prozent der Miete, respektive des Eigenmietwerts der Eigentümer. Zudem ist die Baugrube mit Schallschutzwänden eingezäunt.

So wächst der Turm in die Höhe:

(Video: zVg)

Turmbau im Plan

Wenn die Gebäude des Forschungszentrums im 2022 fertig sind, arbeiten 1’900 Wissenschaftler dort. Bau 2 hingegen wird ein reines Bürogebäude und Mitte 2022 bezugsbereit sein. Obwohl der zweite Turm mit 205 Meter Bau 1 um knapp 30 Meter überragen wird, ist die Nutzfläche mit 80’000 Quadratmeter gleich gross. Dies weil der Grundriss etwas kleiner ist. Ausserdem soll Bau 2 noch effizienter sein.

«Wir konnten sehr viel aus dem Bau 1 lernen und auf den Bau 2 übertragen. Wir konnten die Nachhaltigkeitsaspekte des Gebäudes nochmals verbessern und werden in Basel so einen der nachhaltigsten Hochbauten in der Schweiz oder sogar weltweit haben», sagt Kleine.

Aktuell wächst der zweite Turm alle zwei Wochen um ein Stockwerk. Und beim Jahreswechsel wird knackt der Turm schon die Hundertmeter-Marke knacken. Bereits in diesem Juni beginnt der Innenausbau von unten her. Roche sei froh, dass in den bisher rund 400’000 geleisteten Arbeitsstunden auf der Baustelle erst ein kleinerer Unfall passiert sei und hoffe, dass es bis zum Abschluss des gesamten Areals im 2023 so bleibe.

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