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Der Telebasel Glam Beitrag vom 16. Mai 2019.

Basel

«Anscheinend ist Bier immer noch Männersache»

Der Traditionsanlass «Maibock» lockte am Dienstagabend 400 Basler Persönlichkeiten ins Volkshaus. Frauen kamen nur wenige. Warum? Glam fragte nach.

Wenn sich zahlreiche Basler Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Sport treffen, dann ist «Maibock». So folgten am Dienstagabend rund 400 Gäste auf die Einladung der Brauerei Feldschlösschen ins Volkshaus in Basel, um auf den Traditionsanlass der Basler Biermarke Warteck anzustossen. Auffallend: Die Frauen waren am «Maibock» deutlich in der Unterzahl. Wieso das so ist, wollte Glam von den geladenen Gästen wissen.

«Dass nur Männer Bier mögen, ist ein altes Vorurteil»

Der Grund dafür, dass viele Frauen dem «Maibock» fernblieben, war für viele Anwesende klar: «Bier ist wohl eher Männersache», lauteten beispielsweise die Stimmen von Basel-Tattoo-CEO Erik Julliard, Zolli-Direktor Olivier Pagan und SVP-Grossrat Eduard Rutschmann. «Falsch!», sagt SP-Regierungspräsidentin Eva Herzog. «Dass nur Männer Bier mögen, ist ein altes Vorurteil», so die bekennende Bierliebhaberin. Sie appelliert an die Organisatoren, an der Gästeliste zu schrauben: «Es gibt noch mehrere Frauen in Basel, die man einladen könnte», so Eva Herzog.

(Video: Telebasel)

Es fehlt «e Glääsli Wisse»

Nicht an der Gästeliste, sondern eher an der Getränkekarte schrauben, würde SVP-Grossrätin Daniela Stumpf. «Ich mag Bier. Ich trinke gerne ein Panaché oder Ähnliches. Aber ich hätte mich auch über «E Glääsli Wisse» gefreut», so Daniela Stumpf.

Die Getränkekarte auszuweiten, kommt für Martin Käslin, regionaler Verkaufsleiter Feldschlösschen, nicht in Frage. «Der Anlass wird von einer Brauerei organisiert. Wir hätten zwar Wein, aber wir wollen das nicht einreissen lassen», so Martin Käslin. Am «Maibock» stosse man traditionsgemäss halt mit Bier an. Dennoch würden sich die Organisatoren bemühen, mehr Frauen einzuladen.

(Video Telebasel)

Tradition aus der Warteck-Vergangenheit

Der «Maibock» wurde in den Siebzigerjahren ins Leben gerufen, um eine Plattform für Gespräche in ungezwungenem Ramen zu schaffen. Eingeladen werden jeweils Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport. Früher wurden nur Männer eingeladen, heute steht der «Maibock» auch Frauen offen. Der Anlass soll die starke Verbundenheit von Warteck bzw. Feldschlösschen mit der Region zum Ausdruck bringen.

2 Kommentare

  1. Ich kenne viele Frauen die Bier trinken. Meistens trinken sie aber kein Lager oder Bockbier. Es könnte also mitunter auch an der Bierauswahl liegen.Report

  2. Ja dann müsst Ihr halt am Maibock mal das Fussvolk Einladen, denn unter uns schämen sich die Frauen nicht, mit dem Bierglas anzustossen statt mit dem Cupliglas!!! Und wir hätten auch mal etwas von so einem Anlass!Report

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