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Baselland

Häxli und Gringo wurden die Schnurrhaare abgeschnitten

In Reinach wurden innert kurzer Zeit zwei Katzen gequält. Ihnen wurde unter anderem die Schnurrhaare abgeschnitten und Schnittverletzungen zugefügt.

Es muss ein Schock gewesen sein für die Besitzer von Häxli. Als sie aus den Ferien nach Hause kamen, hätten sie ihre sechsjährige Katzendame verletzt und teilweise rasiert vorgefunden, erzählt Tierarzt Andreas Buser aus Reinach. Und: Die Quälereien bei «Häxli» waren kein Einzelfall.

«Das ist nun definitiv mutwillig erfolgt»

«Die Katze wurde wohl mit einer Schere geschnitten und mit einem Rasierapparat unregelmässig rasiert», erklärt Amdreas Buser. Zudem habe Häxli einen heftigen Schlag auf ihr Auge erhalten. «Ich konnte eine Irisblutung und eine Einblutung in der vorderen Augenkammer feststellen.» Dass nun das Tier langfristig an seiner Sehkraft einbüsst, «ist gut möglich».

Bereits bei diesen Verletzungen war für den Tierarzt klar, dass die Ursache kein Unfall sein kann. Zudem waren die Schnurrhaare abgeschnitten. Diese dienen der Orientierung und seien für die Katze immens wichtig. «Das ist nun definitiv mutwillig erfolgt», so Buser weiter. Darum hätten die Besitzer der Katze Anzeige erstattet.

Zwei Fälle in der gleichen Umgebung

Der Vorfall habe sich in der Umgebung der Stockackerstrasse in Reinach ereignet, bestätigt die Baselbieter Polizei auf Anfrage. Letzten Freitag sei eine entsprechende Anzeige eingegangen. Von einem weiteren Fall ähnlicher Tierquälerei, der zur Zeit auf Facebook die Runde macht, hat Mediensprecher Roland Walter jedoch nichts gehört. «Erfahrungsgemäss werden längst nicht alle Fälle von Widerhandlungen gegen das Tierschutzgesetz der Polizei gemeldet», erklärt Walter.

Tierarzt Andreas Buser kennt jedoch den zweiten Fall. Ähnlich gequält wurde der einjährige Kater Gringo. «Die Katze ist auch ein Patient von mir. Ich habe von der Tierklinik den Befund erhalten.» Der Vorfall soll sich in der Habshagstrasse zugetragen haben–- nur wenige Meter vom Häxli-Fall entfernt. Zwei Tage nachdem die Häxli-Anzeige eingegangen ist. Gringo werde laut Andreas Buser am Dienstag Nachmittag in der Tierklinik operiert.

«Ein normaler Mensch macht so etwas nicht. Ich denke so eine Person braucht selber Hilfe», sagt Buser. Von einem Katzenhasser will er nicht sprechen. Diese würden die Tiere eher verjagen oder mit Wasser bewerfen. So oder so: «Wir raten den Katzenbesitzern, solche Vorfälle zu melden», sagt Roland Walter. Nur so könne die Polizei den Hinweisen nachgehen. Jedoch sei es trotzdem «schwierig, Tierquäler ausfindig zu machen».

1 Kommentar

  1. Sowas tut mir als Büsibesitzerin in der Seele weh. Jedes mal wen ich sowas lesen muss.
    Was sind das nur für Menschen? Sicher sind Tiere wohl nur noch zu Hause. Traurig aber wahr.Report

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