Die Verkäufe von Dufry stiegen in den ersten drei Monaten des Jahres um 3,4 Prozent auf 1,88 Milliarden Franken. (Bild: Keystone)

Basel

Dufry erzielt im ersten Quartal mehr Umsatz

Der Reise-Detailhändler Dufry hat im ersten Quartal 2019 beim Umsatz weiter zugelegt. Unter dem Strich resultierte jedoch erwartungsgemäss ein hoher Verlust.

Unter dem Strich musste Durfy jedoch einen hohen Verlust anmelden, wobei bei den Gewinnzahlen der Vergleich mit dem Vorjahr durch einen neuen Rechnungslegungsstandart erschwert wird. Für das laufende Jahr zeigt sich Dufry zuversichtlich und rechnet mit einer Beschleunigung beim organischen Wachstum.

Die Verkäufe stiegen in den ersten drei Monaten des Jahres um 3,4 Prozent auf 1,88 Milliarden Franken. Organisch entspreche dies einem Wachstum von 2,0 Prozent, teilte Dufry am Dienstag mit. Zudem wirkten sich die Währungen mit +1,4 Prozent positiv auf die Umsatzentwicklung aus.

Brasilien und Argentinien belasten Dufry

Bei den Regionen machten dem Unternehmen im wichtigen Markt Südamerika die Währungsturbulenzen in Argentinien und Brasilien schwer zu schaffen. Auf organischer Ebene schrumpfte die Region um 10,8 Prozent. Allerdings hätten sich die Geschäfte in Mexiko und in der Karibik gut entwickelt, heisst es bei Dufry weiter. Dank neuer Konzessionen stieg dagegen der Umsatz in der Region Asien-Pazifik und im Mittleren Osten um 17,3 Prozent an.

In Nordamerika lag das organische Wachstum bei 5,3 Prozent, was Dufry hauptsächlich auf eine gute Entwicklung im «Duty-paid»-Geschäft zurückführt. In der Region Europa und Afrika lag das organische Wachstum bei 2,4 Prozent.

Hoher Verlust

Der Bruttogewinn erhöhte sich um 4,2 Prozent auf 1,36 Milliarden, die entsprechende Marge verbesserte sich um 40 Basispunkte auf 60,3 Prozent. Bei den übrigen Gewinnzahen ist der Vorjahresvergleich aufgrund der Umstellung zu IFRS 16 erschwert. Die Umstellung betrifft Dufry sehr stark, zumal unter dem neuen Standard der fixe Teil der Konzessionen kapitalisiert wird.

Den bereinigten operativen Gewinn auf Stufe EBIT beziffert Dufry für das erste Quartal auf 46 Millionen, bei einer entsprechenden Marge von 2,4 Prozent. Unter dem Strich resultierte ein Reinverlust im saisonal schwächsten Quartal von 109,5 Millionen nach einem Fehlbetrag von 47,5 Millionen in der Vorjahresperiode. Auf bereinigter Basis lag das Reinergebnis bei -8,8 Millionen.

Ausblick zuversichtlich

Für das Gesamtjahr zeigt sich Dufry in der Mitteilung zuversichtlich. So habe sich im Monat April das organische Wachstum insgesamt auf +2,4 Prozent beschleunigt. Allerdings bleibe die Situation in Lateinamerika weiterhin anspruchsvoll, heisst es weiter.

Konkrete Angaben zum Gesamtjahr werden in der Mitteilung nicht gemacht. Dagegen wurden die Mittelfristziele bestätigt. Demnach will Dufry jährlich organisch um 3 bis 4 Prozent wachsen.

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