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Der Telebasel News-Beitrag vom 13. Mai 2019.

Basel

Strafverfahren gegen Basler Rechtsradikale

Die Spuren einer schweizweit aktiven Gruppe von Neonazis führen nach Basel. Nun reagiert die Staatsanwaltschaft und leitet ein Verfahren ein.

Mehrere bewaffnete Schweizer Rechtsextreme haben offenbar Gewaltakte gegen Ausländer in der Schweiz geplant. Der «SonntagsBlick», der sich laut eigenen Angaben verdeckt in die Gruppe einschleuste, berichtet, dass sich der Zirkel wenige Tage nach dem Anschlag im neuseeländischen Christchurch bildete. Kern der Gruppe seien drei Männer und eine Frau im Alter zwischen Mitte 30 und 46 aus den Kantonen Bern und Basel-Stadt.

Sie hätten sich über einen verschlüsselten Chat auf Facebook organisiert. Die Mitglieder äusserten Mordfantasien gegen Juden, Schwarze und Muslime. «Sobald mir formiert sind, wärde mr Schweiz weit terror verbreite. NSU style», zitiert die Zeitung aus Chat-Auszügen. Die rechtsextreme Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) um Beate Zschäpe ermordete in Deutschland zwischen 2000 und 2007 neun Migranten und eine Polizistin. «Mir sübrre stadt» und «ethnischi süüberig» verlauteten die rechtsradikalen Extremisten in den Chats weiter. «Mir rotten alles us. In 10 Johr luege.mr zrugg und sage guet gmacht.»

Anfang April verabredete sich die Gruppe zu Kampftrainings. Am 13. April 2019 trafen sich mindestens fünf Mitglieder der Gruppe in Basel, um ihre Gewaltpläne vom Internet in die Realität zu tragen. Ob die Sicherheitsbehörden die Gruppe beobachtet, ist der Zeitung zufolge unklar.

Verfahren eingeleitet

Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) äussert sich nicht zu konkreten Fällen. Von Rechtsextremismus gehe laut dem Jahresbericht, auf den der NDB verweist, nicht mehr Gefahr aus als in den vorigen Jahren. In Basel haben die Recherchen des «SonntagsBlick» aber die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. Sie ermittelt nun in diesem Fall wegen Rassendiskriminierung.

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