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Der Telebasel News Beitrag vom 13. Mai 2019.

Basel

«Marketing und digitale Kompetenz sind im VR nicht vertreten»

Im Telebasel Sonntags-Talk hat Anita Fetz kritisiert, dass der momentane Verwaltungsrat der Messe Schweiz nicht kompetent sei.

Im Telebasel Sonntags-Talk zog Anita Fetz die Kompetenz des Messe-Schweiz-Verwaltungsrats in gewissen Disziplinen in Zweifel: «Da hat es sehr viel juristisches Wissen. Da hat es sehr viel Finanzwissen. Aber zum Beispiel digitales Wissen, internationales Messewissen ist hier nicht vorhanden. Mich würde es schon ein wenig beruhigen, wenn ich wüsste, da sind mehr Fachleute dabei.»

Anita Fetz im Sonntags-Talk vom 12. Mai 2019:

(Video: Telebasel)

Der Basler Wirtschaftsdirektor Christoph Brutschin, SP-Parteikollege von Fetz, sitzt selbst im Verwaltungsrat der Messe. Er betont, dass sich der Verwaltungsrat just in diesen Bereichen verstärkt habe: «Ich glaube, es ist in jedem Verwaltungsrat so, dass dort nicht nur Leute aus der Branche sind. Das hat auch Gefahren. Es ist wichtig, dass es Leute aus dem Rechts- und Finanzbereich hat. Das haben wir. Und wenn wir jetzt Hans-Kristian Hoejsgaard oder Andreas Widmer anschauen, dann bringen die den Digital- und im Marketingbereich mit. Und wenn es Gelegenheit gibt, das noch zu verbreitern, dann wird es der Verwaltungsrat selbstverständlich auch machen.»

SP steht zur Vertretung der öffentlichen Hand

Eine andere Kritik, die jüngst vom grünliberalen Grossrat David Wüst-Rudin in einer Interpellation artikuliert wurde, betrifft die Vertretung der öffentlichen Hand im Verwaltungsrat. Die Regierungsvertreter sollen zurücktreten. Weil die Messe in der Region aber nach wie vor ein wichtiger Standortfaktor ist, möchten die Sozialdemokraten am Einsitz ihrer Regierungsräte nichts ändern. Fetz stellt allerdings die Frage in den Raum, ob es zwingend Regierungsräte sein müssen. Delegierte könnten es auch richten.

Auch die Sorge um die angespannte Lage beschäftigt. Brutschin sagt dazu: «Es geht jetzt darum, zu stabilisieren. Es ist so, wir haben zwei Mal einen dreistelligen Millionenbetrag auf den Hallen abschreiben müssen. Das ist aber ein Buchverlust. Es ist kein Geld abgeflossen. Aber klar die Situation ist angespannt, das lässt sich nicht wegdiskutieren. Und mit den eingeleiteten Massnahmen hoffen wir, dass sich die Firma auf tieferem Niveau stabilisiert und auch wieder positive Ergebnisse produziert.»

Entscheidend werde sein, die nach wie vor erfolgreichen Messen Art Basel und Swissbau auf Kurs zu halten. Und natürlich die Baselworld wieder in ruhigere Gewässer zu manövrieren.

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