Sparen angesagt: Bernhard Burgener will beim FCB den Rotstift ansetzen. (Bild: Keystone)

Basel

Beim FCB sind die fetten Jahre vorbei

Der FCB hat in den letzten beiden Jahren 20 Millionen Franken mehr ausgegeben als eingenommen. Nun will Präsident Bernhard Burgener den Rotstift ansetzen.

Keine erfreulichen Nachrichten aus der Finanzabteilung des FCB: Der Schweizer Ligakrösus bekommt den ausbleibenden Erfolg der letzten zwei Jahre auch im Portemonnaie zu spüren.

Obwohl der FC Basel im Jahr 2018 mit den Verkäufen von Manuel Akanji, Mohamed Elyounoussi, Tomas Vaclik, Michael Lang und Renato Steffen 51,7 Millionen Franken verdient hat, schafft es der FCB im Jahresergebnis nur knapp ins Plus. Dies berichtet die «Basler Zeitung» am Samstag.

FCB löst Rückstellungen auf

Beim Klub resultiert demnach ein ausgewiesener Gewinn von 1,7 Millionen Franken. Und das nur, weil die FCB-Buchhaltung die letzten 13 von einst 22 Millionen Franken an Rückstellungen von Gesetzes wegen aufgelöst hat. FCB-Präsident Bernhard Burgener bestätigt diesen Schritt gegenüber der «BaZ». Die Auflösung der Rückstellungen sei aus Steuergründen notwendig gewesen.

Diese Reserven stammen aus der Ära des Ex-Präsidenten Bernhard Heusler und waren für Spieler-Ersatzbeschaffung gedacht. Heuslers letztes volles Geschäftsjahr war 2016. Damals wies der FCB finanzielle Reserven von 60 Millionen Franken aus – den Kaderwert selbstredend nicht eingerechnet.

YB gibt weniger aus und holt den Titel

Im Jahr 2018 hat der FC Basel unter dem Strich 20 Millionen Franken mehr ausgegeben als er eingenommen hat. Die fetten Jahre sind fürs Erste vorbei. Ein Drittel der damaligen Rückstellungen ist aufgebraucht. Daran ändern auch die besagten Transfereinnahmen aus dem vergangenen Jahr und die gespielte Champions League-Kampagne in der Saison 2017/18 nichts.

Präsident Bernhard Burgener will den Rotstift ansetzen. Es gilt eine Tendenz zu stoppen. Ansonsten geht’s dem FCB in den nächsten Jahren weiter an die finanzielle Substanz. Die «BaZ» rechnet vor: Hätte man die sogenannten Sondereffekte der Transfereinnahmen und Europacup-Gelder nicht gehabt, müsste sich der rotblaue Branchenprimus im Jahresergebnis 2018 über ein strukturelles Defizit von rund 40 Millionen Franken im Jahr 2018 beklagen.

Bernhard Burgener hatte bereits bei seinem Amtsantritt 2017 einen Sparkurs angekündigt. Man wolle die Kosten bis 2020/21 senken. Im Vergleich zu YB hat der FC Basel 2018 über 30 Millionen Franken mehr springen lassen, wie Burgener selbst aufzeigt. Die 62,8 Millionen ausgegebenen Franken von YB stehen satten 97,8 Millionen aus dem Hause FCB gegenüber. Und das Objekt der Begierde, der Titel, wanderte bekanntlich trotzdem nach Bern.

Sparen beim Potenzial

Bislang konnte beim FCB also noch nicht viel gespart werden. Das soll nun anders werden. Laut der «BaZ» gibt es vor allem bei den Personalkosten Sparpotenzial. Das betrifft unter anderem die Löhne der Spieler und des Staffs. «Bislang waren wir da vertraglich gebunden. Vor allem ab 2020 besteht mehr Spielraum», wie Burgener gegenüber der Zeitung sagt.

Der zweite wichtige Posten zur Aufbesserung der kommenden Jahresbilanz ist das internationale Geschäft. Qualifiziert sich der FCB für die kommende Champions League, hat er wieder Zugang zu den grossen Geldtöpfen Europas.

Mit 30 Millionen oder mehr in der Tasche wäre die Buchhaltung bereits um ein paar Sorgen ärmer. Und handkehrum dürften bei guten Auftritten auf europäischen Bühne Spieler von Rotblau an Marktwert gewinnen.

3 Kommentare

  1. BURGENER RAUS! Sie sind ein Virus der den Fcb kaputt macht! Bitte liebe Basler, bei der nächsten GV MUSS Burgener abgewählt werden! Sonst geht der FCB noch mehr kaputt durch sein Sparr wahnsinn!

    Ohne Investition, kein Erfolg!
    Der FCB wil in die Championsleague? Dann muss Investiert werden! Und nicht Sparren!

    Solange dieser Vorstand beim FCB tätig ist, sehe ich schwarz für die Zukunft!

    Der Burgener fragt sich warum weniger Fans ins Joggeli kommen? Er denkt, weil man Fussballspiele im Tv, von zuhase sehen kann, kommen weniger leute ins Joggeli und deshalb will er auch noch das Joggeli verkleinern… Er versteht nicht, dass es an ihm und seiner Politik beim FCB ligt, dass weniger zuschauer ins Joggeli kommen!

    Er kommt zum FCB und sagt, Es wird nichts mehr so wie es war… Was soll das???? Wie kann man nur so etwas sagen!

    Seit dieser Kampflose Präsidänten beim FCB ist, habe ich noch nie Feuer in seinen Augen gesehen! Das erste wort, dass ich von Herr Burgener gehört habe war, Sparren…..

    BURGENER RAUS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    PS: Zum Glück gibt es in der Sportwelt so viele Talentierte Indische Sportler…. Odr Fussballtalente.

    Eine Schande!Report

  2. Wie hat man sich das vorgestellt. Kader abbauen, mehr eigene oder Internationale Talente einbauen und fördern, dies braucht aber auch Geld in der Zwischenzeit ??
    Wäre ja gut in der Theorie, aber um zu Geld erwitschaften und einzunehmen braucht man ERFOLG (JK, Zuschauerschnitt, Junge die zum FCB kommen wollen, etc, ect…) Und diesen hat man 2016/17 nachdem man bis auf 2 Punkte rangekommen ist, VERKAUFT ! Dies war der Anfang der Spirale eines total falsch umgesetzten Projektes Rotblau und einer total falschen Einschätzung sportlichen Führung !!!!!!…nun noch 20 Mio einsparen…Stadion Rückbauen ja was noch wie denn…???
    Meine Meinung ist, in einem Fussballclub muss man Investieren IMMER, und kann nicht wie im Business einfach schnell Leute abbauen und dadurch Kosten sparen. Man muss laufend die Schraube ölen damit sie in die richtige Richtung dreht ! Hie wurden Fehler an Fehler von einer total überforderten Führung gemacht und nun wird dem FCB der Todesstoss versetzt. Viva Nati BReport

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