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(v.l.n.r.): Anita Fetz, Ständerätin BS SP. Andreas Fürst, Präsident Feuerschützen Basel, Thomas Kessler, Projektentwickler. (Bild: Telebasel)

Basel

Waffengesetz, teureres GA und MCH-Group

Im Sonntags-Talk diskutieren Anita Fetz, Thomas Kessler und Andreas Fürst über die die EU-Waffenrichtlinien, das teurere GA und über die MCH-Group.

Waffengesetz: Wirkliche Einschränkungen?

Die Änderungen, die die EU-Waffenrichtlinie mit sich bringt, sind «zumutbar», heisst es auf der «Ja»-Kampagnen-Plattform. Konkret: Halbautomatische und automatische Schusswaffen sowie Handfeuerwaffen mit Klapp- oder Teleskopschafft werden verboten. Sportschützen, Dienstleistende, Sammler erhalten weiterhin die Bewilligung.

Anderes Geschütz fahren naturgemäss die Gegner auf: Die Schweiz werde entwaffnet, der Bürger werde diskreditiert, und das sei erst der Anfang. Tatsache ist: Die EU wird die Richtlinie laufend prüfen und vielleicht auch verschärfen. Wohl weil die Schweiz den Anschluss an die Schengen-Dublin-Abkommen verlieren könnte, sagen in der letzten Tamedia-Umfrage 57 Prozent Ja zum Waffengesetz.

Aber abgestimmt wird am 19. Mai 2019. Telebasel fragt: Wie zumutbar sind die Einschränkungen? Geht es um konkrete Vorschriften oder ums Prinzip?

Teureres GA trotz Klima-Debattte?

Ausgerechnet jetzt, da der Klima-Debattenzug fährt wie nie zuvor und sogar die SP die Kurzstreckenflüge auf Bahnstrecken «verlagern» will, ausgerechnet jetzt dringt durch, dass der Branchenverband CH Direct das Generalabo (GA) deutlich teurer machen will.

Eine halbe Million Menschen fahren mit dem GA – zu 3‘860 Franken in der 2. Klasse pro Jahr. Ab Dezember 2021 soll das Plastikkärtchen 4‘250 Franken kosten.

Die Reaktionen auf die Ankündigung fielen heftig aus: Der grüne Nationalrat Michael Töngi richtete eine Interpellation an den Bundesrat. Die Jungen Grünen starteten eine Petition, um die Pläne zu vereiteln. Die Präsidentin von Pro Bahn, Interessenvertretung der Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs, Karin Blättler sagte: «Aufgrund der aktuellen Klimadiskussionen setze die ÖV-Branche ein völlig falsches Signal».

Tagesanzeiger-Redaktor Philippe Felber jedoch schreibt: «Das GA ist für Vielfahrer viel zu günstig. Gerade Pendler schlagen es schnell heraus». Und: «Letztlich bleiben nur zwei Varianten: Wenn die Politik zulässt, dass die Bahnen die Preise für das GA laufend erhöhen, werden sich viele Kunden überlegen, aufs Auto umzusteigen. Will das die Politik verhindern, muss sie bereit sein, den umweltfreundlicheren öffentlichen Verkehr mit noch mehr Subventionen zu unterstützen – oder die Preise fürs Autofahren erhöhen».

Telebasel fragt: Ist die Preiserhöhung Mobbing gegen die treuesten Kunden, das falsche Signal zur Zeit oder ist es richtig, nun nach der Kostenwahrheit zu verfahren?

MCH-Group: Muss Basel-Stadt da raus?

GLP-Grossrat David Wüest-Rudin fordert in einem Vorstoss: Die Regierungsmitglieder Eva Herzog und Christoph Brutschin müssten aus dem Verwaltungsrat der MCH-Group austreten und Basel-Stadt müsste seine Beteiligung am Konzern aufgeben.

Die Diskussion ist nicht neu, die Situation aber schon. Wüest-Rudin: «Das Eigenkapital ist von 439 Millionen per 31. Dezember 2016 auf 57 Millionen per 31. Dezember 2018 geschmolzen. Dies entspricht einer Eigenkapitalvernichtung von 382 Millionen Franken. Die Eigenkapitalquote ist innerhalb von nur 2 Jahren von 47,9% auf besorgniserregend tiefe 11,4% zurückgegangen. Im selben Zeitraum fiel der Aktienkurs von 69.10 auf 17.40 Franken, was einer Wertvernichtung von 75% oder rund 375’000 Franken pro Tag entspricht.»

Tatsächlich besteht bereits ein Buchverlust, da der ursprüngliche Aktien-Preis bei 19.50 Franken lag. An der Situation von MCH seien Eva Herzog und Christoph Brutschin mitverantwortlich.

Telebasel fragt: Muss Basel-Stadt da raus?

MCH-Krise: Was kostet das den Basler Steuerzahler, Herr Brutschin?

Der Telebasel Talk vom 5. September 2018. (Video: Telebasel)

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