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Schweiz

Fussgängerin (19) tödlich verletzt

Ein Autofahrer (82) steht vor dem Bezirksgericht Lenzburg. Der Schweizer fuhr im November 2017 ungebremst in eine Fussgängerin (19), die verstarb.

Der Aargauer Rentner soll gemäss Staatsanwaltschaft zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten sowie zu einer Busse von 100 Franken verurteilt werden. Er ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten auch vor, trotz Entzugs des Führerausweises am Steuer gesessen, sowie die Höchstgeschwindigkeit missachtet zu haben.

Das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene verkehrstechnische Gutachten zeigt, dass der Beschuldigte die Fussgängerin mit einer Geschwindigkeit von mindestens 58 Kilometer pro Stunde erfasst hatte.

Leicht angetrunken am Steuer

Der Rentner, der gemäss Anklageschrift mit 0,2 Promille leicht angetrunken hinter dem Steuer sass, war am Abend des 6. November 2017 mit seinem Auto stadtauswärts auf der Hendschikerstrasse unterwegs. Es war dunkel, es regnete leicht und die Fahrbahn war nass.

Er prallte auf dem Fussgängerstreifen bei der Bushaltestelle Neuhofstrasse ungebremst in die 19-jährige Fussgängerin. Die junge Frau aus Slowenien wurde gemäss Anklageschrift 19 Meter weit weggeschleudert.

Auf Mobiltelefon geschaut

Sie erlag später ihren schweren Verletzungen. Die dunkel gekleidete Frau hatte beim Überqueren des Fussgängerstreifens ihre Aufmerksamkeit auf das in ihrer Hand mitgeführte Mobiltelefon gerichtet, wie aus der Anklageschrift hervorgeht.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Unfallfahrer vor, seine Aufmerksamkeit nicht ausreichend auf den Bereich um den Fussgängerstreifen gerichtet zu haben. Er soll auf die 250 Meter entfernte Lichtsignalanlage geschaut und so die junge Frau auf dem Fussgängerstreifen übersehen haben.

Die Frau war zuvor an der Haltestelle Neuhofstrasse aus dem Bus gestiegen und war dabei, den durch eine Verkehrsinsel unterteilten Fussgängerstreifen Richtung Schloss zu überqueren, als sie vom Fahrzeug erfasst wurde.

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