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Basel

Quimba klammert sich noch an Mamis Bauch fest

Bei den Klammeraffen im Zolli hat es Nachwuchs gegeben. Mutter Tequila hat ihr siebtes Kind zur Welt gebracht. Die Affen sind in der Natur stark gefährdet.

Die kleine Quimba ist am 21. April 2019 zur Welt gekommen. Das schreibt der Zoo Basel in einer Mitteilung vom Mittwoch, 8. Mai. Die 23-jährige Mutter Tequila ist eine erfahrene Mutter, denn Quimba ist bereits ihr siebtes Kind.

An Mutters Bauch

Das kleine Klammeräffchen hält sich noch am Bauch der Mutter fest. Erst mit etwa vier Monaten werde Quimba erste Ausflüge weg von Mamas Bauch machen.

Das kleine Klammeräffchen Quimba: 

(Video: Youtube)

Fünf Männchen und sechs Weibchen bilden die Klammeraffen-Gruppe im Zolli. Vater von Quimba ist Ferdinand (26). Vier junge Männchen zwischen zwei und sechs Jahren werden den Zolli bald verlassen, heisst es in der Mitteilung weiter. Auch in der Natur ist es üblich, dass die jungen Männchen die Gruppe verlassen. Weibchen und Männchen sind getrennt in kleineren Untergruppen unterwegs und treffen sich nur sporadisch. Männchen verteidigen das Revier zusammen.

Kleine Akrobaten

Klammeraffen sind sogenannte «Schwinghangler» und bekannt für ihre akrobatischen Einlagen. Sie besitzen keine Daumen an den Händen. Deshalb können sie die Hand wie Haken einsetzen und so von Ast zu Ast schwingen. Als «Sicherungsleine» verwenden sie ihren Greifschwanz wie eine fünfte Hand. Die Klammeraffen sind sehr verspielt und insbesondere die Jungen sind übermütig und spielen gerne miteinander, heisst es in der Mitteilung weiter.

Für Verblüffung sorge oft eine weitere Klammeraffen-Spezialität: Ob es sich um ein Weibchen oder ein Männchen handelt, sei bei dieser Affenart auf den ersten Blick zu erkennen. Die einfache Regel: Wer aussieht wie ein Männchen ist ein Weibchen. Dies liege daran, dass bei Klammeraffenweibchen die Klitoris verlängert ist.

Stark gefährdet

Klammeraffen werden von der Welt-Naturschutz-Union (IUCN) als «endangered» (stark gefährdet) eingestuft. Der Grund sei vor allem Lebensraumverlust aber auch Jagd und Haustierhandel. Es gibt jedoch wirksame Schutzgebiete im gesamten Verbreitungsgebiet – manchmal nur mit sehr kleinen Populationsfragmenten.

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