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Der Telebasel News Beitrag vom 8. Mai 2019.

Basel

Mystische Krypta im Münster neu öffentlich zugänglich

Zum 1000-Jahr-Jubiläum des Basler Münsters hat die archäologische Bodenforschung Basel-Stadt die Vierungs-Krypta für das Publikum geöffnet.

2019 feiert Basel das Jubiläum des Münsters. Ausgangspunkt ist die Weihung der Kathedrale durch den römisch-deutschen Kaiser Heinrich II. im Jahr 1019. Tatsächlich reicht die Baugeschichte aber noch 200 Jahre weiter zurück.

In der neu öffentlich zugänglichen Krypta unter der Vierung des Kirchenbaus präsentiert die archäologische Bodenforschung Basel-Stadt nun eine multimediale Zeitreise vom ersten karolingischen Bau aus dem Jahr 820 bis zum spätgotischen Neubau aus der Zeit kurz vor der Reformation.

Im 19. Jahrhundert zugeschüttet

Die Krypta diente ursprünglich als spezieller Andachtsraum, als Grabstätte für Bischöfe und Aufbewahrungsort für Reliquien. Nach der Reformation verloren Krypten ihre Bedeutung. Sie wurden unter anderem als Lagerräume genutzt oder, wie im Falle der Krypta unter der Vierung, gar abgebrochen und zugeschüttet.

Der Abbruch geschah im 19. Jahrhundert, um den öffentlichen Kirchenraum vor der Empore im Chorbereich zu vergrössern, wie der Basler Kantonsarchäologe Guido Lassau an der Medienpräsentation vom Mittwoch erklärte. 1966 wurde die Krypta zwar wieder freigelegt, aber nicht öffentlich zugänglich gemacht. Obwohl es sich um den einzigen Ort im Münster mit Reste aller Vorgängerbauten handelt, wurde die Krypta unter anderem als Heizungsraum genutzt.

Ab 10. Mai öffentlich zugänglich

Zum 1000-Jahr-Jubiläum wurde die Krypta nun restauriert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Schrifttafeln an den Baufundamenten, eine Ausstellungsvitrine sowie eine Multimedia-Schau bieten in diesem Raum ab Freitag Einblicke in die 1200 Jahre alte Baugeschichte des Münsters. Die Krypta wird auch über das Jubiläumsjahr hinaus zugänglich bleiben – allerdings nur in den warmen Jahreszeiten, wie an der Präsentation mitgeteilt wurde.

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