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Der Telabsel Sport Beitrag vom 2. Mai 2019. (Video: Telebasel)

Basel

Der FCB-Konkurrenzkampf spitzt sich zu

Vor dem Cupfinal ist der Konkurrenzkampf beim FCB so gross wie noch nie. Auf der Aussenbahn kämpfen sechs Spieler um zwei freie Positionen: Ein Überblick.

Es scheint beinahe unvorstellbar. Noch in der Vorrunde war die Flügelposition beim FCB eine akute Problemzone. Verletzungen zwangen Marcel Koller immer wieder zur Improvisation. Diese Zeiten sind vorbei. Genau zum richtigen Zeitpunkt sind alle Spieler fit.

Sechs Spieler wollen am 19. Mai in Bern eine entscheidende Rolle spielen. In Marcel Kollers 4-2-3-1-System gibt es aber nur zwei freie Plätze. Nicht alle Spieler haben die gleiche Chance darauf. Sagen wir, zwei Plätze in der Startformation ergeben 200 Prozent Einsatzchance, dann lassen sich diese wie folgt auf die Spieler aufteilen:

Noah Okafor: 75 Prozent

Der Jüngste hat die Nase vorne. Noah Okafor ist nicht mehr aus der Basler Startaufstellung wegzudenken. Der 18-Jährige hat eine enorme Entwicklung hinter sich und bringt das, was dem FCB in der Vorrunde fehlte: Kreativität, Torgefahr und vor allem Konstanz.

Seit dem 21. Spieltag stand Okafor ununterbrochen in der Startelf, bis er am vergangenen Woche gegen St. Gallen geschont wurde. Trainer Koller vertraut auf den Youngster. Und dürfte dies auch im Cupfinal tun.

Kevin Bua: 40 Prozent

Neun Spiele in Folge. Das ist Kevin Buas Rekord in der aktuellen Spielzeit. Viel zu oft wird der Romand von Verletzungen zurückgeworfen. Doch ist er fit, dann setzt Koller auf ihn. Und Bua ist fit. Das hat er im letzten Spiel gegen St. Gallen gezeigt.

In der Pause eingewechselt, bereitete er zwei Tore mit seinen Hereingaben vor. Es waren seine Assists Nummer elf und zwölf. Unter den Flügelspielern hat Bua damit über alle Wettbewerbe die meisten Tore vorbereitet. An einem gesunden Bua kommt Koller kaum vorbei.

Valentin Stocker: 35 Prozent

Eine von Kevin Buas Vorlagen verwandelte Valentin Stocker und unterstrich damit seine aufsteigende Formkurve. Auch der Krienser plagte sich in dieser Saison immer wieder mit Verletzungen herum. Doch damit ist jetzt Schluss. Im Cup gegen den FCZ meldete er sich eindrucksvoll zurück, war an zwei Toren beteiligt und brachte Schwung in die Basler Offensive.

Bereits in den Cup-Viertelfinals schoss Stocker den FCB eine Runde weiter. Auch dort wurde er eingewechselt und brachte frischen Schwung. Könnte das auch seine Rolle im Cupfinal sein?

Aldo Kalulu: 25 Prozent

Aldo Kalulus erste Saison im FCB-Dress ist vor allem eines: frustrierend. Unter Marcel Koller konnte sich der flinke Franzose bisher nicht etablieren – und als er zu Beginn der Rückrunde endlich öfters zum Einsatz kam, warf ihn eine Verletzung wieder zurück.

Kalulus Potenzial ist da, sein Antritt wird von Gegnern gefürchtet. Für viel mehr als eine Jokerrolle wird das im Cupfinal aber kaum reichen.

Ricky van Wolfswinkel: 20 Prozent

Ricky van Wolfswinkel ist kein Flügel. Trotzdem machte er in dieser Saison mehr Spiele als Rechtsaussen als im Sturm. Teils, weil die nominellen Flügelspieler verletzt fehlten, teils weil Marcel Koller die Qualitäten des 30-Jährigen schätzt.

Van Wolfswinkel rackert, rennt und er trifft auch. Koller hat in fast allen Partien einen Platz für seinen Liebling gefunden. Im Cupfinal wird dieser aber kaum auf dem Flügel sein.

Edon Zhegrova: 5 Prozent

Vom Status eines Trainer-Lieblings ist Edon Zhegrova weit entfernt. Der Winter-Neuzugang setzt Kollers taktische Wünsche noch zu wenig um. Sein Talent hat er zwar mehrmals angedeutet. In Skorerpunkte konnte er es in seinen wenigen Einsatzminuten aber noch nicht ummünzen.

Im wichtigsten Spiel der Saison wird Koller wohl kaum Zhegrova aufstellen. Doch wenn Koller in seiner kurzen Zeit beim FCB etwas zeigte, dann dass er in wichtigen Spielen gerne eine Überraschung aus dem Hut zaubert. Mit mässigem Erfolg. Der Cupfinal bietet die perfekte Gelegenheit, dies zu ändern.

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