Der Transportpolizist darf bis auf Weiteres nicht mehr in seiner Funktion arbeiten. (Symbolbild: Keystone)

Schweiz

SBB stellen verdächtigen Transportpolizisten frei

Die SBB haben eine Untersuchung gegen einen Transportpolizisten eingeleitet. Grund sind Äusserungen auf Facebook. Der Mann wurde vorerst freigestellt.

Der Transportpolizist habe sich zu gesellschaftlichen und politischen Themen auf eine Weise geäussert, die zumindest gegen die moralische Haltung der SBB verstosse, schrieben die SBB am Dienstag. Dabei habe sich der Mann als Transportpolizist zu erkennen gegeben.

Über den Facebook-Auftritt hatte am Wochenende die Zeitung «SonntagsBlick» berichtet. Die SBB befragten den Transportpolizisten daraufhin und leiteten eine Untersuchung ein. Bis deren Ergebnis vorliegt, wird der Transportpolizist vom Dienst freigestellt. Für ihn gelte die Unschuldsvermutung, schreiben die SBB.

Rassismus und Gewaltfantasien

Laut Zeitungsbericht soll der Transportpolizist seit Jahren mit rassistischen Sprüchen und Gewaltfantasien gegen Flüchtlinge aufgefallen sein. In Sozialen Medien soll er aus seiner Gesinnung keinen Hehl gemacht haben.

Die SBB tolerieren nach ihren Worten «kein menschenverachtendes, rassistisches, gewaltverherrlichendes oder extremistisches Verhalten» von Mitarbeitern. Der SBB-Verhaltenskodex sei Bestandteil aller Arbeitsverträge; die Angestellten verpflichteten sich zu dessen Einhaltung. Verstösse könnten juristische Folgen haben.

Die SBB-Transportpolizei ist nach Angaben der SBB eine spezialisierte Sicherheitspolizei. Ihre rund 190 Polizistinnen und Polizisten arbeiten auf Bahnhöfen und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Ausgebildet werden sie an anerkannten Polizeischulen.

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