Die 3er-Tramstrecke bleibt weiterhin ein sicherheitstechnisches Sorgenkind der BVB. (Bild: Keystone)

Basel

BVB-Chauffeure fürchten sich vor 3er-Strecke

Wiederholt sind Tramchauffeure der BVB auf der 3er-Linie mit Lasern attackiert worden. Ein Mitarbeiter klagt, die BVB unternähmen zu wenig dagegen.

Die 3er-Strecke in Richtung St. Louis treibt Schweissperlen auf die Stirn eines manchen BVB-Mitarbeiters. Mehrere Male sind dort in den vergangenen Wochen Tramchauffeure mit Laser Pointern geblendet worden. Ein Chauffeur habe sich dabei sogar verletzt, sagt ein Tramchauffeur der BVB gegenüber «20 Minuten».

Nicht zum ersten Mal schreibt die Strecke Negativ-Schlagzeilen. Letzten November haben Vandalen 3er-Trams mit Steinen beworfen. Immer wieder pöbelten Störenfriede auch Fahrgäste und Chauffeure an, bespuckten diese und verursachten Sachschaden (Telebasel berichtete). «Die Situation ist dermassen prekär, dass sich Tramfahrer inzwischen weigern, diese Strecke zu befahren», meint der BVB-Angestellte zu «20 Minuten».

«Sicherheitspersonal wird umgehend erhöht»

Die Chefetage unternähme dabei zu wenig dagegen, findet der Chauffeur. Das Problem werde totgeschwiegen. «Ich persönlich kenne zwei Chauffeure, die angegriffen wurden, einer von ihnen trug eine Verletzung am Auge davon. Im schlimmsten Fall können Betroffene durch diese Angriffe langfristig erblinden.»

Laut «20 Minuten» wissen die BVB allerdings von den Blend-Attacken. Massnahmen habe man jedoch schon ergriffen, sagt BVB-Mediensprecher Benjamin Schmid. «Die Begleitung der Fahrzeuge durch Sicherheitspersonal wird umgehend erhöht. Gleichzeitig intensivieren die BVB gemeinsam mit den zuständigen Stellen des Kantons den Kontakt mit den zuständigen französischen Behörden. Die Sicherheit unserer Fahrgäste und der Mitarbeitenden hat nach wie vor höchste Priorität.»

1 Kommentar

  1. Danke Herr Wessels, für die wundervolle Idee mit dem 3er. Die Tramführer erleben einiges. Wenn der RR kein Feigling wäre, würde er dazu mal Stellung nehmen, zusammen mit den schlafenden Herren am ClaragrabenReport

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