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Der Telebasel News-Beitrag vom 23. April 2019.

Basel

Schläger-Trio erinnert sich vor Gericht nicht

Drei Tamilen griffen im Juni 2017 in Basel einen Landsmann an und verletzten ihn. Heute vor Gericht erzählte jeder aber eine andere Geschichte.

Vor Gericht standen am Dienstagmorgen ein 45-, 33- und 37-jähriger Sri Lanker. Vorgeworfene Tat: versuchte schwere Körperverletzung. Angefangen hat alles im De Wette-Park in Basel im Juni 2017.

Die drei Männer trafen in der Nacht um halb zwei Uhr morgens dort auf einen Landsmann. Plötzlich kommt es zu einem Gerangel, das spätere Opfer wird mit Faustschlägen zu Boden geschlagen. Einer der Angeklagten tritt dem Landsmann sogar ins Gesicht. Dann schreiten Passanten ein.

Laut Zeugenaussagen vor Gericht hätten die drei Angeklagten noch weiter auf ihr Opfer eingetreten und dieses vielleicht gar lebensgefährlich verletzt. Nach der Tat verhielten sie sich auch gegenüber den Zeugen aggressiv. Anschliessend sind die drei Angeklagten locker und ohne sich um das Opfer zu kümmern weiter in den Ausgang gezogen.

Fehlende Integration

Das Opfer hat sich beim Angriff eine Gehirnerschütterung zugezogen. Zwei der drei Tamilen sind bereits früher aufgefallen. Vor Gericht erzählten sie unterschiedliche Fassungen des Geschehens und keiner wollte sich mehr genau an den Vorfall erinnern können. Auch wurde nicht ganz klar, aus welchem Grund die drei ihren Landsmann, den sie anscheinend nicht kannten, so massiv angegriffen haben.

Auffallend: Obwohl alle Beteiligten schon über zehn Jahre in der Schweiz wohnen, brauchte es vor Gericht einen Übersetzer. Jetzt geht es im Urteil auch um Landesverweis, da die Angeklagten bereits straffällig wurden und teilweise nur vorläufig aufgenommene Flüchtlinge sind. Das Urteil fällt das Gericht am nächsten Freitag.

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