Als Serienheld Jack Bauer bringt Kiefer Sutherland Terroristen zur Strecke, musikalisch ist er auch gern mal ein Softie. (Bild: Keystone)

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Kiefer Sutherland singt Country-Songs

Kiefer Sutherland verkörpert oft knallharte Kerle. Auf seinem neuen Album zeigt der Schauspieler, dass er auch anders kann.

Hollywood rockt: Schauspieler wie Bradley Cooper, Hugh Jackman, Kevin Costner oder David Duchovny stehen mittlerweile häufiger vor dem Mikrofon als vor der Kamera. Auch Emmy-Gewinner Kiefer Sutherland, der als Anti-Terror-Agent Jack Bauer in «24» zum Serienhelden wurde, wechselt gerne mal das Fach.

Auf seinem zweiten Album «Reckless & Me», das an diesem Freitag erscheint, bedient er vor allem Fans des guten alten Country-Rock. «Es ist am besten mit dem Wort Americana-Musik zu beschreiben. Eine Mischung verschiedener Genres. Aber ob Blues oder Rock: Alle Genres sind aus der Country-Musik entstanden», sagt Sutherland über seinen Musikstil.

Ehrlicher Gitarren-Country-Rock

Der erste Song «Open Road», den der Kanadier schon mit Helene Fischer in deren Weihnachtssendung sang, ist ehrlicher Gitarren-Country-Rock. «Something You Love» bringt den ein oder anderen Western-Saloon-Besucher mit seinem eingängigen Refrain sicher zum Tanzen.

Der 52-Jährige, der vor drei Jahren sein Debütalbum «Down in a Hole» veröffentlichte und lange Zeit auch ein eigenes Label führte, erklärt seine relativ späte Musikkarriere so: «Ich bin an einem Punkt in meinem Leben angelangt, an dem ich etwas zu erzählen habe. Über das Leben. Über Höhen und Tiefen. Verluste.» Auf und Ab durchlebte Sutherland in seinem Leben tatsächlich.

Seine damalige Verlobte Julia Roberts liess ihn 1991 sozusagen vor dem Traualtar stehen und brannte mit seinem Kumpel durch. Mehrmals sass er wegen Trunkenheit am Steuer im Knast. «Wenn du über das Leben singen willst, musst du gelebt haben”, sagt der Filmstar im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Sutherlands gefühlvolle Seite

Auch wenn er heute noch «wilde Momente» habe: Auf Tour zügelt sich der zweifache Grossvater dann doch. «Ich liebe es, Zeit mit meiner Band zu verbringen. Aber irgendwann im Leben wird es schwer, bis vier Uhr morgens unterwegs zu sein, zu trinken und am nächsten Abend eine Show zu spielen.»

Auf «Reckless & Me», das nach dem früheren Pferd des Rodeoreiters benannt ist, zeigt sich Sutherland auch gefühlvoll. In der Ballade «Saskatchewan» besingt er die Heimat seiner Grosseltern, «Song of a Daughter» dreht sich um das Erwachsenwerden seiner Tochter Sarah, die ebenfalls als Schauspielerin arbeitet. «Du wirst immer mein kleines Mädchen sein», heisst es da melancholisch.

«Ich wurde von meiner Mutter quasi alleine grossgezogen, habe eine Zwillingsschwester und zwei Töchter. Ich bin also umgeben von Frauen», sagt Sutherland über seine softe Seite. «Wir wurden dazu erzogen, über unsere Gefühle zu sprechen.»

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