Die Genfer Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 20 Polizisten wegen mutmasslicher Korruption. (Symbolbild: Keystone)

Schweiz

Polizisten verzichten auf Bussen und erhalten Gratis-Sex

Gegen mehrere Polizisten im Kanton Genf ist eine interne Untersuchung eingeleitet worden. Sie sollen auf Bussen verzichtet und dafür Gratis-Sex erhalten haben.

Mehr als 20 Polizisten sollen diesen Sex-Handel eingeangen sein. Im Genfer Pâquis-Quartier seien den Beamten die Türen offen gestanden, berichtet «Schweiz aktuell».

Eine Bordellbetreiberin erklärte, dass wenn die Polizisten mit einer Busse gedroht hätten, sie eine Stunde Gratis-Sex angeboten bekamen. «Das ist das Einzige, das sie zahlen müssen», sagt Bordellbetreiberin Lisa zu «Schweiz aktuell». Überwachungsvideos aus dem Jahr 2010 zeigten bereits zuvor Polizisten, die den Dienst der Prostituierten in Anspruch nahmen.

Nun hat sich die Genfer Staatsanwaltschaft eingeschaltet und untersucht wegen mutmasslicher Korruption. Auf dem Handy eines Freiers sei zudem belastendes Material gefunden worden, berichtet die Genfer Zeitung «GHI».

«Eine Gefahr für die Sicherheit des Kantons»

Trotz den Fehltritten seien viele der verdächtigten Beamten weiterhin im Rotlicht-Milieu im Einsatz. Die Politik macht aber jetzt Druck: «Stellen Sie sich vor, jemand begeht einen Gesetzesverstoss und sagt dann zum Polizisten: ‹Entweder du lässt mich springen, oder diese Fotos finden den Weg in die Öffentlichkeit›. Das ist eine Gefahr für die Sicherheit des Kantons Genf», sagt der Genfer SP-Grossrat Diego Esteban zu «Schweiz aktuell».

Ein solches Verhalten akzeptiere er nicht, führt Esteban weiter aus. Deshalb verlangt er nun in einer Anfrage an den Rat, dass der Fall möglichst schnell aufgerollt wird.

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