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Der Telebasel News Beitrag vom 19. April 2019.

Basel

Moviecamp – Bild und Ton läuft: Action!

Wo die jungen Spielbergs wohnen: Der Oscar-nominierte Basler Filmemacher Giacun Caduff gibt sein Wissen im Moviecamp an Kinder und Jugendliche weiter.

Jason sitzt in einer Bistrokombination, das Gesicht in den Händen vergraben. Da kommt Maeva dazu: Szene 9, Take 5. Eine Szene aus dem Drehbuch, dass die 8 bis 12-jährigen Jungen und Mädchen selbst schrieben. «Für eine Minute Film braucht es ungefähr eine Seite», hat Anna-Sofie, Co-Regisseurin, gelernt.

Ihre Geschichte handelt von einem alten Mann. Er ist traurig, da seine Frau bereits verstorben ist, die Kinder ausgezogen. So eine traurige Geschichte? «Ja», sagt der 8-jährige Merlin etwas schüchtern. «Aber sie hat ein Happyend», fügt Jason hinzu. «Und es hat auch komödiantische Elemente», erklärt Anna-Sofie.

Ihre Gruppe funktioniert wie am richtigen Set: Von Produzent, Kameramann-, resp. -frau, über Tonmeister und natürlich die Schauspieler sind alle Rollen auch hinter der Linse verteilt.

86 teilnehmende Kinder und Jugendliche

Ihr Film soll zwischen fünf und zehn Minuten dauern. «Die Idee ist, dass wir hier vermitteln, wie toll Filmemachen sein kann. Dass es als Job funktionieren kann. Dass es aber auch einfach Spass machen kann oder dass es auch gar nicht funktionieren kann für Gewisse, die dann lieber einen anderen Job machen», sagt der Basler Filmemacher Giacun Caduff. Er wird bald 40, doch der Eifer der 86 teilnehmenden Kinder und Jugendlichen ist auf ihn übergesprungen. Vielleicht auch umgekehrt.

Im Moviecamp machen 11 Gruppen erste Versuche im audiovisuellen Geschichtenerzählten, samt Theorie. Es gibt allerdings auch Gruppen mit Fortgeschrittenen, die nicht zum ersten Mal dabei sind. Und das Procamp, wo den bis um die 20 Jahre alten Filmern echte Filmprofis als Mentoren zur Seite stehen.

Oscar-nominierte treibende Kraft

Treibende Kraft dahinter ist Giacun Caduff, der das Moviecamp 2014 zusammen mit Michael Kempf gründete. Unterstützt wird das Moviecamp von Herstellern professioneller Filmausrüstung für Dreh und Schnitt. Auch die beiden Basel sowie drei Stiftungen unterstützen dieses kreative Ferienprogramm. Die Resultate der Intensivwoche werden auf der grossen Kinoleinwand zu sehen sein: im Pathé Küchlin in der Steinenvorstadt.

Einige Filme werden bestimmt auch am diesjährigen Gässli Filmfestival zu sehen sein, das ebenfalls von Caduff und seinem Team seit über zehn Jahren im Gerbergässchen über die Leinwand flimmert.

Wer weiss, vielleicht werden einige der 86 Teilnehmern dereinst an einer weiteren Produktion für die grosse Leinwand mitwirken – in welcher Funktion auch immer.

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