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Der Telebasel Oster-Talk vom 21. April 2019 mit Münsterpfarrerin Caroline Schröder Field.

Basel

«Gewaltspirale in den sozialen Medien macht mir Sorgen»

Seit 2011 wirkt Caroline Schröder Field als Münsterpfarrerin. Im Talk spricht sie über ihre Aufgabe, aber auch über die Klimabewegung oder die sozialen Medien.

Zwei Dinge sind von der Basler Münsterpfarrerin der breiten Öffentlichkeit vor allem bekannt: Caroline Schröder Field steigt jeden Morgen auf einen Münsterturm, und sie gewann 2014 den Schweizer Predigtpreis. Von beidem erfährt man im Oster-Talk.

Erste Station im Gespräch mit der Telebasel-Chefredaktorin Karin Müller ist die Turmhöhe. Und: Hört man Caroline Schröder Field zu, gewinnt man den Eindruck eines differenziert beobachtenden Menschen, der möglichst nicht rhetorisch glänzen oder mit Eifer etwas bewirken will. Abgestandenes oder angemasstes Wissen – zumal aus der hierarchischen Höhe ihres Amtes – scheinen ihr ein Gräuel zu sein.

Klimabewegung, Gleichstellung und soziale Medien

Das gilt auch, wenn die Münsterpfarrerin im Talk über die Klimabewegung spricht, die Gleichstellung von Frau und Mann, die verbale Gewaltspirale in den sozialen Medien oder die Gier in materialistischen Zeiten, sich bei begrenzter Perspektive ein optimiertes Leben herbeizuraffen.

Caroline Schröder Field spricht einfach und klar: ein geschlossenes Bild, das die frische Beobachtung hemmt, scheint sie jedoch vermeiden zu wollen.

«Ich gebe keine Imperative»

Ihre Predigten sind der Münsterpfarrerin wohl wichtig – gemeint als Dialog und Seelsorge. Von imperativen Ratschlägen von der Kanzel hält sie nichts. Gut vorstellbar, dass sich im Gespräch mit Caroline Schröder Field niemand gerichtet fühlt. Die Annäherung zu Gott geht bei ihr zusammen mit sich vertiefender Selbsterkenntnis, sei nur so «sinnvoll».

An die Auferstehung an Ostern glaubt Caroline Schröder Field. Der Tiefpunkt an Karfreitag sei «auszuhalten».

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