Featured Video Play Icon
(Video: Youtube: Department of Conservation)

International

Baby-Boom bei bedrohter Papageienart in Neuseeland

Die dicksten Papageien der Welt, die vom Aussterben bedrohten neuseeländischen Kakapos, haben in diesem Jahr eine Rekord-Brutsaison erlebt.

Dabei profitieren sie möglicherweise vom Klimawandel.

Die nur 50 ausgewachsenen Kakapo-Weibchen legten 249 Eier, aus denen bisher 89 Küken schlüpften – mehr als doppelt so viel wie in der letzten Brutsaison, berichtete der Wissenschafter Andrew Digby am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Er gehe davon aus, dass 75 der Küken bis ins Erwachsenen-Alter überleben.

View this post on Instagram

Exciting opportunity, guys! This weekend only the incredible @kakapo_recovery team is hosting viewings of this years hand-reared kākāpō chucks in Invercargill from Saturday to Monday (event details can be found on their FB page). With only 147 kākāpō left in the world, and a record breaking 74 chicks born this season (kākāpō don’t breed every year) this is a very big deal and an incredible opportunity to meet the future of this quirky species ❤️ thanks to the tireless hard work of @kakapo_recovery hopefully we’ll see these night parrots flourish back in our forests one day! I was lucky enough to spend some time with last seasons chicks in 2016 and I can heartily attest to their cuteness. Because New Zealand’s kākāpō live on offshore islands, this is one of the only chances you would get to see them up close. I can’t wait to greet the new chicks and I’ll be down on Saturday, hope to see you guys there! #kakaporecovery #birdnerd #fluffballs

A post shared by Liz Carlson☀️Young Adventuress (@youngadventuress) on

Insgesamt gibt es derzeit nur 147 ausgewachsene Kakapos. Die extrem seltenen flugunfähigen Vögel leben ausschliesslich auf vier Inseln vor der neuseeländischen Küste, auf denen sie keine natürlichen Feinde haben. Die Tierart wird von Forschern strengstens überwacht. Jedes einzelne Tier trägt einen Sender, die Nester werden videoüberwacht. Die wissenschaftliche Begleitung ist so eng, dass die Forscher sogar wissen, dass am Karfreitag das letzte Küken der Saison schlüpfen wird.

Die gelb-grünen und rund vier Kilo schweren Kakapos paaren sich nur alle zwei bis vier Jahre, wenn die neuseeländischen Rimu-Bäume Früchte tragen. In diesem Jahr trugen die Bäume besonders viele Früchte – möglicherweise dank des Klimawandels, wie Forscher Digby erklärte.

Die nachtaktiven Kakapos galten bereits als ausgestorben, als 1970 einige überlebende Exemplare gefunden wurden. Die Kakapos gehören laut Digby vermutlich zu den am stärksten überwachten Arten. Die Tierschützer können nach seinen Worten die Überwachung frühestens lockern, wenn die Population auf mindestens 500 angewachsen ist.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*