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Der Telebasel News-Beitrag vom 16. April 2019.

Basel

«Stellt die Chaoten aufs Abstellgleis»

Nach dem Spiel zwischen dem FCB und den Grasshoppers randalierten GC-Fans in Pratteln. Thomas de Courten fordert jetzt Massnahmen gegen die Chaoten.

Drei Mal zogen die Chaoten bei der Rückfahrt nach dem Fussballspiel gegen den FCB die Notbremse des Extrazuges. Mehrere Leute verliessen den Zug, warfen Steine auf die Hagnaustrasse und beschädigten ein Polizeifahrzeug. Die Polizei war vor Ort und konnte mittels Gummischroteinsatz die Lage unter Kontrolle bringen.

Neben dem bis jetzt bekannten beschädigten Polizeifahrzeug kam es auch am Extrazug zu Sachbeschädigungen. Der Bahnverkehr war für rund 40 Minuten unterbrochen.

«Das ist kein Zustand!»

Für den Schaden kommen die Hooligans selbst nicht auf. «Das ist kein Zustand!», bemängelt SVP Nationalrat Thomas de Courten.  Gesichtserkennungen, Bildaufnahmen und weitere Identifizierungsmechanismen müssten konsequenter eingesetzt werden, um die Vandalen zur Rechenschaft zu ziehen, sagt der Nationalrat: «Grundsätzlich macht die Baselbieter Polizei einen guten Job mit den Möglichkeiten, die sie heute hat. Es ist einfach zu verbessern, was technisch möglich ist, um die Leute zu identifizieren. Die Polizei hat mal gesagt sie macht Videoschulungen, um die Leute besser zu identifizieren. Das muss jetzt tatsächlich greifen».

Eindeutige Sachbeweise schwer zuzuordnen

Der Polizei seien allerdings die Hände gebunden. Ihre oberste Priorität sei es, Sachschäden zu verhindern und darauf zu achten, dass keine unbeteiligten Drittpersonen verletzt werden. Die Identifizierung und Zuweisung der jeweiligen Straftaten zu den oft vermummten Personen sei schier unmöglich. Stattdessen müssten auf politischer Ebene die Verantwortlichkeiten geregelt werden.

Polizei soll Chaoten auch an der Nase herumführen

Der SVP Politiker Thomas de Courten fordert deshalb, dass die Kantone, das Konkordat und die Fussballclubs besser zusammenarbeiten.  Auch die Sportveranstalter müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Zudem fordert er nach härteren Sanktionen gegen die Chaoten – und, dass die Polizei kreativ gegen Vandalen vorginge. «Da muss man den Spiess mal umdrehen und die Spitzbuben an der Nase herumführen. Warum fährt man mit dem Zug nicht mal auf ein Abstellgleis im Schwarzwald?»

4 Kommentare

  1. Extrazüge in Form von Güterzügen wäre doch die Alternative. Resultat: Keine kaputten Scheiben und keine Nothalte mehr. Tiere werden ja auch nicht in Personenzügen transportiert.Report

  2. Es ist doch jedesmal das gleiche. Man kann ja die Hände un den Schoss legen und auf das nächste mal warten. Vielleicht gibt es bei der SBB und der Regierung mal ein erwachen. Fürs Volk abzuzocken haben sie ja immer Ideen genug.Report

  3. Genau. Geht Herr de Courten etwa tatsächlich davon aus, dass die Chaoten – nach Ankunft auf dem Abstellgleis im Schwarzwald – alle brav nach Hause gehen und sich schämend in eine Ecke stellen? Und klar, lieber das Problem in den Schwarzwald abschieben als vor seinen eigenen Wohnsitz. Beide Aspekte gleichermassen symbolisch gemeint. Es gibt Dinge, welche man als verantwortungsvoller Politiker öffentlich vor einer laufenden Kamera äussert. Und solche, welche man besser für sich behält. Oder zumindest für seinen Stammtisch.Report

  4. Unrealistische Gegenmassnahmen (wie von der Polizei bestätigt) und die Chaoten an der Nase herumführen. Und so jemand ist Nationalrat? Offensichtlich wieder mal die typische Propaganda jener Partei ohne Berücksichtigung von Vernunft und Konsequenzen.Report

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