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Der Telebasel Talk vom 16. April 2019 mit Michel Loris-Melikoff.

Basel

Wie steht es um die Baselworld?

Nach dem Abgang von Breitling sagt Bz-Chefredaktor Patrick Marcolli der Baselworld ein «baldiges Ende» voraus. Im Talk bezieht der Direktor Stellung.

Die Meldung, dass die renommierte Uhrenmarke Breitling nächstes Jahr nicht an der Baselworld teilnehemn wird, verbreitete sich in Windeseile durch die Kanäle. Bz-Chefredaktor Patrick Marcolli kommentierte am Montag: «Chronischen Pessimismus braucht es nicht mehr, um das baldige Ende der Baselworld vorherzusagen. Mit der Absage der renommierten Uhrenmarke Breitling genügt für diese Prognose seit dem Wochenende eine Portion Realismus». Die Messeleitung habe «in bester Manier der Schönwetter-Kapitäne» die allgemeine Entwicklung in der Branche verschlafen.

Nur ein Termin-Problem?

Breitling schrieb zum Abgang: «Trotz einer erfolgreichen Baselworld 2019 haben wir entschieden, uns 2020 auf unser globales Summit-Format und die darauffolgenden lokalen Roadshows zu konzentrieren».

Ausschlaggebend sei in erster Linie der neue Baselworld-Termin gewesen, der sich nicht mit der eigenen Planung vereinbaren lasse, liess Breitling-Chef Georges Kern im Communiqué verlauten. Dies hält Marcolli für reinen «Opportunismus».

Für ein eigenes Format hat sich auch Swatch-Chef Nicolas Hayek entschieden, der dieses Jahr in Zürich eine eigene Branchenmesse durchführte.

Die Lücke an der künftigen Baselworld

Für Patrick Marcolli scheint aber der Zug für die Baselworld bereits abgefahren. Häme sei nicht angesagt. Aber die Region habe ein grosses Problem, wenn es nicht gelinge, die «Lücke, welche die Baselworld hinterlassen wird» zu schliessen. Man müsse das Messewesen «neu denken». Sind wir tatsächlich schon so weit?

Immerhin hat Breitling nicht ausgeschlossen, 2021 wieder an der Baselworld teilzunehmen. Laut «Finanz und Wirtschaft» werde die Rolex-Schwestermarke Tudor ab 2020 an einem eigenen Stand an der Baselworld präsent sein.

Bisher war Tudor in den Stand von Rolex integriert. Rolex werde den eigenen Stand entsprechend um die bisherige Tudor-Fläche erweitern. Der neue Tudor-Stand werde von der Grösse her den Abgang von Breitling aber nicht ganz kompensieren, sagte Michel Loris-Melikoff der «NZZ».

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