Tom Lüthi fährt in Austin der Konkurrenz auf und davon und feiert seinen 17. GP-Sieg. (Bild: Keystone)

International

Tom Lüthi siegt in Austin

Tom Lüthi gewinnt in souveräner Art und Weise den GP der USA in Austin. Er übernahm nach acht Runden die Führung und siegte am Ende mit zwei Sekunden Vorsprung.

Für den 32-jährigen Emmentaler war es der erste Triumph seit September 2017, als er im GP von San Marino Rang 1 vom nachträglich wegen falschem Öl-Zusatz disqualifizierten Dominique Aegerter erbte. Vor zwei Jahren stand Ton Lüthi in Texas schon einmal als Zweiter auf dem Podest.

Total hat Lüthi nun 17 Siege auf dem Konto und 59 Podestränge. Im vergangenen Jahr blieb der Weltmeister von 2005 (125 ccm) in der MotoGP punktelos.

«Gutes Wochenende» für Lüthi

«Das war ein richtig gutes Wochenende, wenn auch kein einfaches. Ich bin einfach nur glücklich», erklärte Tom Lüthi. «Nach dem Warm-up-Training haben wir noch etwas am Setup gefunden und ich wusste, dass ich im Rennen richtig pushen kann.»

Der von Position 4 gestartete Kalex-Fahrer preschte schon in der ersten Kurve auf Rang 2 vor, weil sich Marcel Schrötter verbremste («Da habe ich einfach übertrieben»). Nach mehreren Versuchen, auch mit Feindberührung, konnte Lüthi in der achten Runde Alex Marquez überholen, der am Ende Fünfter wurde.

Da WM-Leader Lorenzo Baldassarri schon in der ersten Runde stürzte, kam es in der Gesamtwertung zum grossen Zusammenschluss. Der Italiener bleibt nach seinen zwei Siegen in Katar und Argentinien auf 50 Punkten sitzen, Marcel Schrötter (47 P.) und Tom Lüthi (45 P.) konnten mächtig Boden gutmachen.

Erste WM-Punkte für Aegerter

Ein starkes Rennen zeigte Dominique Aegerter, der vom 29. Startplatz aus schon nach einer Runde auf Rang 17 lag und am Ende als 14. mit seiner MV Agusta seine ersten zwei WM-Punkte in dieser Saison eroberte. «Bis auf das erste Training hatten wir nur Probleme mit der Maschine», erklärte der 28-jährige Oberaargauer. «Deshalb ist dieses Resultat umso wertvoller. Für mich gehört diese Strecke einfach zu den geilsten überhaupt.» In den bisherigen sechs Rennen auf dem Circuit of The Americas landete Dominique Aegerter fünfmal in den Top Ten, 2014 gar auf dem Podest (3.).

Jesko Raffin, der zuletzt zweimal als 14. und 15. in die Punkteränge fuhr, verpasste diese am Sonntag als 16. um zwölf Sekunden. Für den 22-jährigen Zürcher dürfte der GP in Austin der letzte Einsatz als Ersatzfahrer im NTS-Team gewesen sein. Der südafrikanische Stammfahrer Steven Odendaal sollte bis zum nächsten GP-Rennen am 5. Mai in Jerez wieder fit sein.

Sturz statt Sieg für Marquez

In den letzten sechs Jahren war Weltmeister Marc Marquez in Austin nicht zu bezwingen. Auch an diesem Wochenende dominierte der 26-jährige Spanier die Konkurrenz nach Belieben. Doch nur bis zur neunten von 20 Runden, als der siebenfache Champion den Grand Prix von Amerika mit rund vier Sekunden Vorsprung anführte. Dann übertrieb es der Honda-Fahrer mit seiner Machtdemonstration und schied nach einem Sturz aus.

Profiteur war der 23-jährige Spanier Alex Rins. Der Trainings-Siebte setzte sich auf seiner Suzuki um 0,462 Sekunden gegen Altmeister Valentino Rossi durch. Für Rins war es der 13. GP-Sieg, der erste in der Königsklasse nach fünf Podestplätzen im vergangenen Jahr.

Der 40-jährige Valentino Rossi hatte bis zur viertletzten Runde geführt, verpasste aber wegen eines Fehlers seinen 116. Triumph. Letztmals gewann Rossi im Juni 2017 in Assen. In der Gesamtwertung übernahm Andrea Dovizioso mit Rang 4 die Führung mit 54 Punkten, gefolgt von Rossi (51), Rins (49) und Marquez (45).

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