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International

Notre-Dame in Paris steht in Flammen

Am Montagabend wütete ein Feuer in der weltberühmten Kathedrale Notre-Dame in Paris. Die Ereignisse im Ticker.
Axa versicherte zwei der Renovierungsfirmen an der Notre-Dame

Zwei der Firmen, die Teile der Notre-Dame vor dem Brand renoviert haben, waren bei dem französischen Unternehmen Axa versichert. Der Konzern teilte mit, auch einige der in der Kathedrale ausgestellten Reliquien und religiösen Kunstwerke seien bei Axa versichert.

Die eigenen Mitarbeiter kooperierten umfassend mit den Ermittlern, betonte das Unternehmen am Dienstag. Die Polizei hat inzwischen damit begonnen, die Arbeiter zu befragen, die an den Renovierungsarbeiten am Dach der Kathedrale beteiligten waren. Dort war das verheerende Feuer ausgebrochen. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um einen Unfall und nicht um Brandstiftung handelte.

Ein Axa-Sprecher wollte auf Anfrage keine Schätzungen abgeben, welche Kosten auf die Versicherung zukommen könnten. Versicherungsexperten hatten zuvor erklärt, dass für den Wiederaufbau in erster Linie wohl der französische Staat werde aufkommen müssen.

Präsident Emmanuel Macron hat angekündigt, dass das Pariser Wahrzeichen binnen fünf Jahren wieder aufgebaut werden soll. Grosse französische Konzerne und wohlhabende Familien haben bereits Spendenzusagen von mehr als 750 Millionen Euro gemacht. (sda)

Macron will Notre-Dame innerhalb von fünf Jahren wieder aufbauen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will die schwer beschädigte Kathedrale Notre-Dame innerhalb der kommenden fünf Jahre wieder aufbauen. Das Pariser Wahrzeichen solle dann noch schöner als vorher sein, sagte Macron am Dienstagabend in einer Fernsehansprache.

«Wir werden handeln. Und wir werden Erfolg haben.» Bereits am Montagabend nach Ausbruch des Feuers hatte Macron versprochen, das gotische Bauwerk wieder aufzubauen.

Die Verkündung seiner Reformmassnahmen im Zuge der «Nationalen Debatte» verschob Macron auf unbestimmte Zeit. Im Moment sei nicht die richtige Zeit dafür, sagte der Präsident.

Der Präsident hatte wegen des Feuers bereits eine TV-Ansprache und eine Pressekonferenz zu seinen Reformplänen abgesagt. Er hatte eine Bürgerdebatte zur Beruhigung der «Gelbwesten»-Krise im Januar ins Leben gerufen und den Franzosen für Mitte April konkrete Ergebnisse versprochen.

 

Frankreich will den Wiederaufbau

Frankreich zeigt sich nach der Brandkatastrophe von Notre-Dame entschlossen, die jahrhundertealte Kathedrale in Paris wieder aufzubauen. Premierminister Édouard Philippe rief am Dienstag eine Ministerrunde zusammen, um darüber zu beraten.

Zuvor hatte Staatspräsident Emmanuel Macron über Frankreich hinaus zu Spenden aufgerufen. Das Feuer vom Montagabend hatte die Kathedrale – wichtiges Wahrzeichen der französischen Hauptstadt und ein jährlich von Millionen Menschen besuchter Touristenmagnet – stark zerstört.

Glocken sollen in ganz Frankreich läuten

Nach dem verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame sollen am Mittwochabend Kirchenglocken im ganzen Land läuten. «Der Brand in der Kathedrale Notre-Dame de Paris ist ein Schock weit über die Katholiken unseres Landes hinaus», teilte die französische Bischofskonferenz am Dienstag mit.

Die Glocken aller Kathedralen sollen um Punkt 18.50 Uhr läuten – zu diesem Zeitpunkt wurde der Brand in dem weltberühmten Wahrzeichen am Montagabend entdeckt. Alle Diözesen in Frankreich wollten so ihre Solidarität mit der Pariser Diözese zum Ausdruck bringen, hiess es weiter.

Basler Münster: Solidarität mit Notre Dame

Heute um 12 Uhr läuteten die Glocken des Basler Münsters für eine Viertelstunde aus Anlass des Brandes der Kathedrale Notre-Dame, teilt die evangelisch–reformierte Kirche Basel–Stadt in einer Mitteilung mit.

In ganz Europa haben Kathedralen und Dome mit Glockengeläute um 12:00 Uhr Solidarität mit Paris bekundet.

Auch das Basler Münster war in seiner tausendjährigen Geschichte nicht vor Brand verschont: 1185 brannte das Münster teilweise ab.

Staatssekretär: Schwachstellen bei Notre-Dame entdeckt

Nach dem verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame haben Fachleute «einige Schwachstellen» im Gebäude entdeckt. Diese betreffen vor allem das Gewölbe, also die Gebäude-Decke, sagte Innen-Staatssekretär Laurent Nuñez am Dienstag. «Im Ganzen hält die Struktur gut», fügte er hinzu.

Im Zuge der Absicherung der historischen Kirche seien fünf Wohnhäuser in der unmittelbaren Nachbarschaft geräumt worden, sagte Nuñez. Die Häuser liegen demnach in einer schmalen Strasse nördlich des Gotteshauses. Die Absicherungsarbeiten im Inneren der schwer beschädigten Kathedrale dürften rund 48 Stunden dauern, sagte der Staatssekretär. (sda)

Roboter rettete Kunstschätze

Eine grosse Herausforderung für die Arbeiten sei die Sicherung der Kunstschätze gewesen, sagte Feuerwehr-Sprecher Gabriel Plus. Nach dem Einsturz des Spitzturms, der sich im Zentrum des Mittelschiffs befand, seien Leute aus dem Inneren der Kirche zurückgezogen worden. Dort sei dann ein Roboter eingesetzt worden.

Eine der wichtigsten Reliquien wurde aus der brennenden Kathedrale gerettet. Es handle sich dabei um die Dornenkrone, die Jesus Christus bei seiner Kreuzigung getragen haben soll, sagte Patrick Chauvet, der Direktor des Gotteshauses. Die Flammen hätten den Kirchenschatz nicht erreicht.

Sicherheitsmängel beim Brandschutz sieht Chauvet nicht. Es gebe etwa Brandaufseher, die drei Mal täglich den Dachstuhl prüfen, sagte er dem Sender France Inter. «Ich denke, dass man nicht mehr machen kann.» Aber es gebe natürlich immer Vorfälle, die man so nicht habe vorhersagen könne. Man müsse nun prüfen was passiert sei – er wisse es noch nicht. (sda)

Die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, veröffentlichte auf Twitter ein Bild der geretteten Schätze:

Die Bilder am Tag danach

Am Tag nach dem grossen Feuer ist die Kathedrale von den Flammen sichtlich gezeichnet. Bei den Menschen in Paris sitzt der Schock ob des Schicksals von Notre-Dame tief.

(Bild: Keystone)
(Bild: Keystone)
(Bild: Keystone)
(Bild: Keystone)
(Bild: Keystone)
Geberkonferenz angekündigt

Eine internationale Geberkonferenz soll für den angestrebten Wiederaufbau der Pariser Kathedrale Notre-Dame Geld sammeln. Einen entsprechenden Vorschlag verkündete die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, über ihren Twitter-Account.

Sie wolle die Spenderkonferenz im Rathaus von Paris veranstalten, um die notwendigen Mittel für den Wiederaufbau der Kathedrale zusammenzubekommen. Die Region Île-de-France will zehn Millionen Euro bereitstellen. (sda)

Auch Louis-Vuitton-Milliardär will Geld spenden

Laut der französischen Zeitung «Le Figaro» will auch der französische Unternehmer Bernard Arnault Geld für den Wiederaufbau der zerstörten Kathedrale Notre-Dame spenden. Arnault leitet die Luxus-Modekette LVMH (Moët Hennessy Louis Vuitton). Die Gruppe teilte mit, dass sie 200 Millionen Euro beisteuern wolle.

Bernard Arnault besitzt ein Vermögen von 75 Milliarden Dollar und ist der viertreichste Mensch der Welt.

(Bild: Keystone)
Komplettes Feuer gelöscht

Der Sprecher der Feuerwehr, Gabriel Plus, teilte am Dienstagmorgen mit, dass nun das ganze Feuer inklusive kleiner Glutnester gelöscht sei. Gutachter können nun die Lage im Innern der Kathedrale beurteilen.

Die Glutnester seien die ganze Nacht überwacht worden, um sicherzustellen, dass das Feuer nicht erneut ausbricht, so Plus. Zudem habe man darauf geschaut, dass die Konstruktion von Notre-Dame nicht zusammenbricht.

(Bild: Keystone)
Beim Brand von Notre-Dame wurden drei Menschen leicht verletzt

Beim verheerenden Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame sind nach ersten Erkenntnissen drei Menschen leicht verletzt worden. Dabei handle es sich um zwei Polizisten und einen Feuerwehrmann, teilte die Pariser Feuerwehr am Dienstagmorgen mit.

Die Struktur der Kathedrale sei nach neun Stunden «erbittertem Kampf» erhalten, die wichtigsten Kunstwerke habe man retten können. Die Flammen verwüsteten den Sakralbau, der Dachstuhl stand lichterloh in Flammen.

Die Feuerwehr brachte das Feuer in den frühen Morgenstunden unter Kontrolle – die Löscharbeiten hielten am Morgen noch an. Die Suche nach den Brandursachen läuft: Es sei weiterhin unklar, warum das Feuer ausgebrochen sei, sagte der Staatssekretär im Innenministerium Laurent Nunez am Dienstag

Der Direktor der Notre Dame sieht keine Sicherheitsmängel beim Brandschutz. Es gebe etwa Brandaufseher, die drei Mal täglich den Dachstuhl prüfen, sagte Patrick Chauvet dem Sender France Inter. «Ich denke, dass man nicht mehr machen kann.» Aber es gebe natürlich immer Vorfälle, die man so nicht habe vorhersagen könne. (sda)

Struktur wird untersucht

Nach dem verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame konzentrieren sich die Arbeiten der Feuerwehr auf den Kampf gegen letzte Brandherde. Zudem geht es darum, neue Feuer zu verhindern. Das sagte der Sprecher der Pariser Feuerwehr, Gabriel Plus, am Dienstag der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Das Feuer war am Dienstagmorgen nach Angaben von Feuerwehr und Frankreichs Innenministerium unter Kontrolle. Die Brandgefahr sei gebannt, nun müsse man schauen, wie die Struktur des Gebäudes standhalte, sagte der Staatssekretär im Innenministerium, Laurent Nuñez, dem Sender BFM TV.

Experten und Architekten wollten am Morgen darüber beraten, wie die Feuerwehr ihre Arbeit fortsetzen kann und ob die Kathedrale stabil ist, so Nuñez. Rund hundert Feuerwehrwehrleute seien noch im Einsatz, am Montagabend waren es 400. Bei dem Brand sei ein Feuerwehrmann leicht verletzt worden, sagte Feuerwehrchef Jean-Claude Gallet. «Wir hatten grosses Glück.» (sda)

Pariser Feuerwehr: Hatten Sorge um die Türme

Bei dem verheerenden Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame war die Feuerwehr der französischen Hauptstadt in grosser Sorge um die beiden Türme des massiven Baus. Priorität der Arbeiten sei es gewesen, die Struktur der beiden Türme zu schützen, sagte der Sprecher der Pariser Feuerwehr, Gabriel Plus, am Dienstag der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Die Befürchtung sei gewesen, dass die Konstruktion der Türme geschwächt würde und die tonnenschweren Glocken von Notre-Dame abstürzen könnten. Zu Beginn der Löscharbeiten sei es nicht übereilt gewesen, einen Zusammenbruch der Strukturen zu bedenken.

Eine grosse Herausforderung für die Arbeiten sei die Sicherung der Kunstschätze gewesen. Nach dem Einsturz des Spitzturms, der sich im Zentrum des Mittelschiffs befand, seien Leute aus dem Inneren der Kirche zurückgezogen worden. Dort sei dann ein Roboter eingesetzt worden.

In den kommenden Stunden gehe es darum, das Feuer richtig zu löschen und neue Brandherde zu verhindern. Mit Lasertechnik würden Teams die Struktur des Baus untersuchen. (sda)

Frankreich entsetzt über Brand in Notre-Dame

Frankreichs Medien haben mit grossem Entsetzen auf den schweren Brand in der Pariser Kathedrale von Notre-Dame reagiert. «Das Herz in Asche», titelte die katholische Tageszeitung «La Croix» am Dienstag. Die Zeitung «Le Parisien» sah «Unsere Dame der Tränen».

«Le Figaro» überschrieb seine Eins mit «Die Katastrophe». «Les Echos» schrieb von «Der Tragödie von Paris», «Libération» fügte Notre-Dame einen Buchstaben hinzu: «Unser Drama». (sda)

Macron verspricht Wiederaufbau

Nach dem schweren Brand in der Pariser Kathedrale von Notre-Dame will Frankreich das berühmte Wahrzeichen wieder instandsetzen. «Wir werden Notre-Dame wieder aufbauen», sagte Staatschef Emmanuel Macron am späten Montagabend.

«Denn das ist es, was die Franzosen erwarten», sagte Macron. Er kündigte eine nationale Spendensammlung an, um den Wiederaufbau zu finanzieren.

Die französische Kulturerbe-Stiftung Fondation du Patrimoine schaltete auf ihrer Internetseite bereits eine Spendenaktion frei: «Damit Notre-Dame aus der Asche wiedergeboren werden kann, starten wir einen internationalen Aufruf», schrieb die Stiftung. Und die Milliardärs-Familie Pinault versprach 100 Millionen Euro für den Wiederaufbau. Das kündigte der Geschäftsmann François-Henri Pinault, Chef des Luxuskonzerns Kering, in einer Mitteilung an, aus der AFP zitierte.

Das Feuer kurz vor Ostern verwüstete den Sakralbau im Herzen der französischen Hauptstadt, der Dachstuhl stand lichterloh in Flammen. Am frühen Dienstagmorgen erklärte die Feuerwehr den Brand für «unter Kontrolle und teilweise gelöscht», wie die französischen Medien berichteten. Es gebe lediglich noch einzelne Glutnester, sagte ein Feuerwehr-Sprecher. Die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt, bislang wird dabei die Spur eines Unfalls verfolgt. Das Feuer sorgte weltweit für Entsetzen.

Feuerwehrmann schwer verletzt

Nach Angaben des Innenministeriums war die Feuerwehr mit Hunderten Einsatzkräften vor Ort. Medienberichten zufolge wurde ein Feuerwehrmann bei den Löscharbeiten schwer verletzt.

Eine der wichtigsten Reliquien der katholischen Kirche wurde aus der brennenden Kathedrale gerettet. Es handele sich dabei um die Dornenkrone, die Jesus Christus bei seiner Kreuzigung getragen haben soll, sagte Patrick Chauvet, der Direktor des Gotteshauses. Die Flammen hätten den Kirchenschatz nicht erreicht.

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo sprach von einem «fürchterlichen Brand». Der französische Premierminister Édouard Philippe schrieb: «Unsere Traurigkeit ist unbeschreiblich, aber wir kämpfen immer noch. An diesem Abend kämpfen die Feuerwehrleute heldenhaft gegen das Feuer.» Macron sagte: «Notre-Dame von Paris, das ist unsere Geschichte.» (sda)

Milliardär Pinault verspricht 100 Millionen Euro für Notre-Dame

Die Familie um den französischen Milliardär François-Henri Pinault verspricht 100 Millionen Euro für den Wiederaufbau der von Flammen verwüsteten Kathedrale Notre-Dame. Das gab der Chef des Luxusmodekonzerns Kering (Gucci, Saint Laurent, Balenciaga) in der Nacht auf Dienstag bekannt.

Er und sein Vater François Pinault hätten beschlossen, 100 Millionen Euro aus der Familien-Finanzholding Artemis für den Wiederaufbau der weltberühmten Kathedrale bereitzustellen. (sda)

Feuer in Kathedrale Notre-Dame gelöscht

Die Feuerwehr hat den verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame nach mehrstündigen Löscharbeiten bis zum frühen Dienstagmorgen unter Kontrolle gebracht. Das berichteten die Zeitungen «Le Figaro» und «Le Parisien» übereinstimmend auf ihren Online-Seiten unter Berufung auf die Feuerwehr.

Das Feuer kurz vor Ostern verwüstete den Sakralbau im Herzen der französischen Hauptstadt, der Dachstuhl stand lichterloh in Flammen. Es war am Montagabend ausgebrochen, über Stunden schlugen Flammen in den Himmel. Der kleine Spitzturm in der Mitte des Dachs brach zusammen.

Das genaue Ausmass der Zerstörungen war in der Nacht noch nicht bekannt. Staatschef Emmanuel Macron hatte am späten Montagabend gesagt, das Schlimmste sei verhindert worden, denn die Fassade und die beiden Haupttürme seien nicht zusammengestürzt. (sda)

Bundesrat drückt seine «tiefe Trauer» aus

Auch die offizielle Schweiz ist bestürzt nach dem verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame: Bundespräsident Ueli Maurer hat im Namen des Gesamtbundesrats sein Mitgefühl ausgedrückt.

«Ich möchte unsere tiefste Trauer darüber ausdrücken, dass wir ein so geliebtes Denkmal im Herzen von Paris sehen, dass allen so lieb ist und von den Flammen zerstört wurde», hiess es in einer Stellungnahme vom Montagabend im Kurznachrichtendienst Twitter. Die Botschaft in französischer Sprache wurde auf dem Twitter-Account des Bundesratssprechers André Simonazzi veröffentlicht. (sda)

Ein Feuerwehrmann schwer verletzt

Wie ein Feuerwehr-Vertreter mitteilte, ist ein Feuerwehrmann bei den Löscharbeiten ernsthaft verletzt worden. (sda)

Notre-Dame vor vollkommener Zerstörung gerettet

Die französischen Behörden gehen davon aus, dass sie die in Flammen stehende Kathedrale Notre-Dame vor der vollständigen Zerstörung bewahren können. Ein Vertreter der Feuerwehr sagte am Montag, die Gebäudestruktur sei «vor der vollkommenen Zerstörung gerettet worden». Das gelte auch für die beiden Haupttürme. Die gotische Kirche könne «in ihrer Gesamtheit erhalten» werden, sagte der Leiter der rund 400 Einsatzkräfte, Jean-Claude Gallet, in der französischen Hauptstadt.

«Die Intensität des Feuers hat nachgelassen», sagte der französische Innenstaatsekretär Laurent Nuñez. Die Gefahr eines Einsturzes des nördlichen Glockenturms ist nach seinen Angaben vorerst gebannt. Angesichts des Ausmasses der Flammen rief er aber dazu auf, «extrem vorsichtig» zu bleiben. Es werde noch drei bis vier Stunden dauern, bis der Brand eingedämmt sei. (sda)

Bestürzung auf der ganzen Welt

Auch ausserhalb von Frankreich sorgte der Brand für Entsetzen und Bestürzung. «Notre-Dame von Paris ist Notre-Dame von ganz Europa», schrieb EU-Ratspräsident Donald Tusk auf Twitter. «Wir sind heute alle bei Paris.»

Auch die die deutsche Regierung zeigte sich bestürzt. Regierungssprecher Steffen Seibert twitterte im Namen von Kanzlerin Angela Merkel: «Es tut weh, diese schrecklichen Bilder der brennenden Notre-Dame zu sehen.» Er fügte hinzu: «Notre-Dame ist ein Symbol Frankreichs und unserer europäischen Kultur. Mit unseren Gedanken sind wir bei den französischen Freunden.»

Auch US-Präsident Donald Trump reagierte bestürzt. Bei einem Besuch im US-Bundesstaat Minnesota sprach er von einem «schrecklichen Feuer» in einem Ausmass, das selten jemand gesehen habe. Die Kathedrale sei einer der grössten Schätze auf der Welt, grossartiger als fast jedes Museum auf der Welt, sagte Trump. «Sie ist Teil unserer Kultur. Sie ist Teil unseres Lebens.» Es gebe wahrscheinlich keine andere Kathedrale wie diese auf der Welt. (sda)

Menschenmassen versammeln sich auf den Strassen von Paris

Auf den Brücken und in den Strassen von Paris haben sich unzählige Menschen eingefunden und bangen um das Schicksal ihres Wahrzeichens. Bilder zeigen, wie die Menschen beten und teils auch weinen.

(Bild: Keystone)
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Feuer greift auf Hauptturm über – und zerstört Notre-Dame möglicherweise ganz

Laut dem Pariser Feuerwehrchef Jean-Claude Gallet ist es unklar, ob das Feuer aufgehalten werden kann, wie die deutsche Zeitung «Bild» online berichtet. Die Flammen haben mittlerweile auch auf einen der Haupttürme der Kathedrale übergegriffen. «Stürzt er zusammen, können Sie sich vorstellen, wie gross der Schaden ist», so Gallet.

400 Feuerwehrleute im Einsatz

Man müsse nun schauen, ob das Gewölbe der Kathedrale zu retten sei, sagte der Sprecher der Kathedrale, André Finot, der französischen Nachrichtenagentur AFP. Nach Angaben des französischen Innenministeriums ist die Feuerwehr mit einem Grossaufgebot vor Ort. Rund 400 Feuerwehrleute versuchen, den Brand einzudämmen.

Das Feuer kurz vor Ostern könne mit Renovierungsarbeiten zusammenhängen, berichtet die AFP unter Berufung auf die Feuerwehr weiter. Es sei auf dem Dachboden ausgebrochen und gegen 18.50 Uhr entdeckt worden. Auf dem Dach der Kathedrale war ein Baugerüst angebracht. Die Polizei gehe nicht von einem terroristischen Hintergrund aus, erklärte ein Sprecher am Abend. (sda)

Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt

Wie der französiche Nachrichtensender «BFMTV» berichtet, hat der Pariser Staatsanwalt ein Ermittlungsverfahren eröffnet, um herauszufinden, was die Ursache für das Feuer in der Notre-Dame ist.

Seine-Insel evakuiert

Wegen des Brandes wird seit 19.30 Uhr ein Teil der Seine-Insel evakuiert, wie «20 Minuten» berichtet. Auf ihr steht die Kathedrale Notre-Dame. Der französische Präsident Emmanuel Macron und Premierminister Edouard Philippe wollen sich angeblich zur Kathedrale begeben.

Emmanuel Macron: «Notre-Dame ist den Flammen ausgeliefert»

Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron meldet sich auf Twitter zu den dramatischen Ereignissen zu Wort: «Notre-Dame von Paris den Flammen ausgeliefert. Emotion einer ganzen Nation». Er sei in Gedanken bei allen Katholiken und allen Franzosen. Wie alle französischen Mitbürger sei er an diesem Abend traurig, «diesen Teil von uns brennen zu sehen».

Pariser Bürgermeisterin ist entsetzt

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo sprach auf Twitter von einem «fürchterlichen Brand». Die Feuerwehr versuche, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Sie bittet die Bevölkerung, die Sicherheitsvorkehrungen zu respektieren.

Macron verschiebt TV-Ansprache

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat wegen des Brands der Pariser Kathedrale Notre-Dame eine wichtige Fernsehansprache verschoben. Das bestätigte der Élyséepalast am Montagabend kurz vor dem ursprünglich geplanten Sendetermin. Wann Macron die Ansprache zu den Ergebnissen einer monatelangen Bürgerdebatte nun halten will, blieb zunächst offen.

Macron hatte die «Nationale Debatte» im Januar als Reaktion auf die Proteste der «Gelbwesten» gestartet – nun wollte er Zugeständnisse präsentieren. Nach französischen Medienberichten waren eine Senkung der Einkommensteuer, Erleichterungen für Bezieher niedriger Renten oder Hilfen für alleinerziehende Mütter im Gespräch. (sda)

(Bild: Keystone)
Gesamter Dachstock steht in Flammen

Der gesamte Dachstuhl stehe in Flammen, sagte der Sprecher der Kathedrale, André Finot, der französischen Nachrichtenagentur AFP. Man müsse nun schauen, ob man das Gewölbe der Kathedrale retten könnte. Vor Ort sind Feuerwehr und Polizei. Touristen machten auf den Brücken über den Fluss Seine Fotos von dem Feuer. (sda)

Spitzturm eingestürzt

Der kleine Spitzturm der Kathedrale und Teile des Dachs sind den Flammen bereits zum Opfer gefallen, wie dieses Video auf Twitter zeigt:

(Video: Euronews/Twitter)

Schwarzer Rauch drang am Montagabend aus den beiden grossen Türmen der Kathedrale, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur DPA berichtete. Wind blies die Flammen in Richtung Westen. (telebasel/sda)

Basler vor Ort: ««Die Kathedrale brennt total aus»

Der Basler Beat Giezendanner weilt momentan in Paris in den Ferien und sah sich das Wahrzeichen Notre-Dame gerade an, als das Feuer ausbrach.

(Video: Telebasel Leser-Reporter)

«Die Kathedrale brennt total aus», berichtet der Giezendanner gegenüber Telebasel. Weitere Bilder und Schilderungen des Baslers vor Ort finden Sie hier.

Die Kathedrale ist einsturzgefährdet

Ein Feuer wütet seit dem frühen Montagabend in der Pariser Kathedrale Notre-Dame. Wieso das Feuer ausgebrochen ist, ist noch nicht klar. Laut der Pariser Feuerwehr könnte es aufgrund der momentanen Renovierungsarbeiten laufen. Die Kathedrale ist wegen des Brandes einsturzgefährdet.

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