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Der Telebasel News-Beitrag vom 15. April 2019.

Baselland

Bissiger Schäferhund versetzt Lupsingen in Angst

Ein Hund in Lupsingen hat mehrere andere Hunde schwer verletzt. Jetzt ermitteln die Polizei und die Staatsanwaltschaft gegen den Halter des Tieres.

Viele Hundehalter in Lupsingen haben Angst. Der Grund ist ein Schäferhund. Dieser soll gemäss Aussagen verschiedener Hundehalter schon diverse Hunde gebissen und schwer verletzt haben.

So auch Puckie, den zwölfjährigen Hund von Margarethe Messerli. Und das nicht nur einmal. Puckie musste behandelt werden, war lange beim Tierarzt, wie Messerli gegenüber Telebasel sagt. Es hätten sich Rechnungen von mehreren hundert Franken angehäuft.

Als Margarethe Messerli den Hundehalter im Dorf ausfindig gemacht und diesen gebeten habe, die Rechnungen zu bezahlen, habe dieser nicht reagiert, so die Frau. Auch nicht auf eingeschriebene Briefe. Schliesslich reichte die Hundehalterin Strafanzeige ein. Und sie ist nicht die Einzige.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt

Von Telebasel auf die Vorfälle angesprochen, nimmt die Baselbieter Staatsanwaltschaft folgendermassen Stellung: «Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft hat von zwei Vorfällen gemäss Ihren Schilderungen Kenntnis. Hierzu laufen jedoch noch polizeiliche Ermittlungen, so dass wir keine inhaltlichen Angaben machen können».

Auch das Amt für Veterinärwesen, das in solchen Fällen Massnahmen ergreifen muss, hat Kenntnis vom bissigen Hund. Grundsätzlich handle es sich um ein laufendes Verfahren, zu dem man keine Auskunft geben dürfe. Nur soviel: «Das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen hat Kenntnis von den Vorfällen. Diese werden im Detail abgeklärt und danach eventuelle Massnahmen beschlossen und getroffen», heisst es bei der betreffenden Stelle auf Anfrage.

Hundehalter ist auf Tauchstation

Der Hundehalter des Schäferhundes war für Telebasel nicht erreichbar. Diverse Versuche, ihn zu kontaktieren, blieben erfolglos. Auch die Wohnungstüre öffnete er nicht. Dahinter war Hundegebell zu vernehmen.

Auf der Gemeindeverwaltung heisst es auf Anfrage, man habe Kenntnis von der Problematik und schon Bussen wegen Verstössen gegen das Hundereglement ausgesprochen.

Für Margarethe Messerli ist das alles ein schwacher Trost. Sie hofft, dass nicht noch weitere Hunde dem «abgerichteten» Schäferhund zum Opfer fallen und dass sie bald wieder sorglos im Dorf spazieren gehen kann.

6 Kommentare

  1. Das ist ganz sicher nicht gut und falsch, was hier passiert ist, aber falsch ist auch unser ganzes Erziehungssystem bei der Hundeerziehung. Wir müssen endlich aufhören die Hunde so unter Druck zu setzen, sonst wird es immer noch schlimmer.Report

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