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Der Telebasel News-Beitrag vom 14. April 2019.

Basel

Mit Lärmblitzern gegen Motorengeheul

Der Kanton Basel-Stadt soll sich finanziell beteiligen, dass die ETH Lausanne Blitzer gegen Autolärm entwickeln kann. Das fordert Grossrätin Tonja Zürcher.

Lärmblitzer gibt es noch gar nicht. Hingegen ist klar, wozu sie einmal dienen sollen: Lärmblitzer blitzen und registrieren Fahrzeuge, wenn sie zu viel Lärm produzieren. Deshalb verlangt die Basler Grossrätin Tonja Zürcher (BastA!), dass sich der Kanton Basel-Stadt finanziell beteilige, wenn die ETH Lausanne solche Lärmblitzer entwickeln will.

Funktionieren sollen die Lärmblitzer wie Geschwindigkeits-Blitzkästen, einfach gegen zu hohe Lärmpegel. Vor allem Menschen, die ihre Fahrzeuge unnötig aufheulen lassen, sollen damit erfasst und gebüsst werden.

Schwieriger Gesetzesvollzug

«Die Polizei kommt zu spät, wenn man ihr laute Fahrzeuge meldet», sagt Tonja Zürcher zu Telebasel, «deshalb wird nur selten jemand erwischt». Zwar sind hochtouriges Fahren und dröhnende Auspuffe schon lange verboten, doch die Kontrolle sei schwierig, so Zürcher. «Lärm schadet der Gesundheit», schreibt die Grossrätin in ihrem Vorstoss, über den der Grosse Rat im Mai entscheiden wird.

Sie zählt die Gefahren auf: Hirnblutungen, Bluthochdruck und Schlafstörungen seien die Folgen von Lärm. «Man ärgert sich zwar, aber findet keine Lösung.» Mit Lärmblitzern – in der Fachsprache Geräte zur «Detektion von Lärm» – solle die Polizei gegen Motoren- und Hupkonzerte vorgehen.

Vorstoss in Zürich abgeblitzt

Die Idee ist nicht neu. Lärmblitzer haben schon Parlamentarier anderer Kantone gefordert. Im Kanton Zürich ist ein ähnlicher Vorstoss jedoch im März 2019 abgeblitzt. Der Zürcher Regierungsrat hält Lärmblitzer für nicht bundesgesetzkonform: «Ohne entsprechende Rechtsgrundlagen sind bei der polizeilichen Kontrolltätigkeit rechtlich verwertbare Vorbeifahrtmessungen mit Sanktionsmöglichkeiten nicht möglich».

Tonja Zürcher ist jedoch überzeugt, dass die Basler Regierung ihrem Vorstoss anders begegnen wird. Zürcher sagt: «Der Bundesrat ist grundsätzlich interessiert, dass die Kantone das Lärmproblem lösen.»

2 Kommentare

  1. Warum warten ??
    In Hamburg gibt es z.B. eine Sonderkommission „Auto-Poser“
    Sie sind der Schrecken der Auto-Angeber
    Warum nicht in Basel HIER und DA mal “solche“ Kontrollen ??
    Denn in Basel gibt es auch sehr sehr viele die einen AUF DICKE HOSE MACHEN mit illegale Veränderungen an Ihren Fahrzeugen das fängt an vom FIAT 500 Abarth, VW GTI bis zu natürlich dann den Maserati, Porsche, Mercedes u.s.w. u.s.w.
    In den zwei Jahren vor Gründung der Einheit sei die Zahl der Beschwerden über „unerträglich laute Autos“ massiv angestiegen, erklärte Ulf Schröder, der Chef der Verkehrsdirektion der Polizei. Die Beschwerden seien von Menschen aus der gesamten Stadt gekommen
    Innerhalb eines Jahres kontrollierte sie weit mehr als 2800 Autos. In mehr als 770 Fällen fanden die Beamten unzulässige Umbauten, die dazu führten, dass die Betriebserlaubnis der betroffenen Wagen erlosch. Zum „Zweck der Beweissicherung“ wurden 340 Wagen sichergestellt und auf einen Verwahrplatz gebracht. Die Einheit deckte 314 „Lärmverstöße“ auf und 164 schwere „Geschwindigkeitsverstöße“ mit anschließenden Fahrverboten.Report

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