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(Bild: Keystone)

Schweiz

Baselworld ohne Breitling und Preis-Wirrwarr bei den SBB

Breitling kehrt der Baselworld den Rücken und zu teure Ticketpreise bei SBB-App und an Automaten. Die Schlagzeilen der Sonntags-Presse.

Wichtige Schlagzeilen der Sonntags-Presse in nicht verifizierten Meldungen:

Breitling verzichtet auf Baselworld

Die Uhrenmarke Breitling will laut «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» im Jahr 2020 nicht an der Uhren. und Schmuckmesse Baselworld teilnehmen. Dies sagte Breitling-Chef Georges Kern den Zeitungen. Ein Grund dafür sei das Datum der Messe.

Eine Messe Ende April oder Anfang Mai lasse sich mit dem Geschäftsjahr und der damit verbundenen Planung nicht vereinbaren, hiess es. Zudem sei das Geschäftsmodell der Messe mit seinen Verkaufsständen nicht mehr zeitgemäss. Seit 2017 sei die Zahl der Baselworld-Aussteller von 1’300 auf nur noch 500 in diesem Jahr gesunken. Mit dem Rückzug von Breitling könnte die Existenz der Messe nunmehr gänzlich bedroht sein.

Keller-Sutter will DNA-Verbrecherjagd vereinfachen

Justizministerin Karin Keller-Sutter will es der Polizei laut den Zeitungen «Ostschweiz am Sonntag» und «Zentralschweiz am Sonntag» vereinfachen, mit DNA-Analysen auf Verbrecherjagd zu gehen. Sie schlage vor, dass die Polizei DNA-Spuren auch inhaltlich auswerten können soll.

Damit wüssten Ermittler über Verdächtige auch, welche Haut-, Haar- und Augenfarbe sie haben. Dies ermögliche es der Polizei, gezielt nach einer Person mit den entsprechenden Merkmalen zu fahnden. Gesetzlich regeln wolle Keller-Sutter auch die sogenannte Verwandtenrecherche, da Eltern und deren Kinder sowie Geschwister ähnliche DNA aufweisen. Sei also jemand in der Datenbank der Polizei eingetragen, sollen die Sicherheitsbehörden gezielt im familiären Umfeld ermitteln dürfen. Allerdings mahnten Datenschützer umgehend die Verhältnismässigkeit an.

Homo-Ehe-Diskussion bei der CVP

Das Urteil des Bundesgerichts zur Heiratsstrafe-Initiative hat laut «SonntagsZeitung» in der CVP die Debatte über gleichgeschlechtliche Ehen angestossen. Eine Mehrheit der Bundeshausfraktion wolle schwule und lesbische Paare nicht mehr diskriminieren und lehne den ursprünglichen Initiativtext mittlerweile ab. Dort wird die Ehe als eine auf Dauer angelegte und gesetzlich geregelte Lebensgemeinschaft von Mann und Frau definiert.

Für Ständerätin Brigitte Häberli sei dies nicht mehr zeitgemäss, wie sie gegenüber der «Sonntagszeitung» sagte. Selbst für Ständerat Peter Hegglin, der dem konservativen Flügel zugeordnet werde, sei es «nicht mehr relevant», ob eine Ehe aus einem Mann und einer Frau bestehe. Viele CVP-Politiker wollten daher nun dafür sorgen, dass die Heiratsstrafe-Initiative geändert werde.

Zu teure Preise bei SBB-App und an Automaten

Wer blindlings der SBB-App oder dem Billettautomaten am Bahnhof vertraut, bezahlt laut «SonntagsBlick» für die Reise unter Umständen deutlich mehr. Das hätten Recherchen ergeben. Wer einfach Abfahrts- und Zielort eintippe, den koste die Fahrt mit Bahn und Bus bis zu einem Drittel mehr als jene, die sich beim Ticketkauf etwas mehr Zeit liessen.

Machten Kunden bei längeren Reisen zwei separate Buchungen, koste die Reise unter Umständen weniger – trotz gleicher Route und gleicher Verkehrsmittel. Die SBB wollten dazu keine Stellung nehmen und verwiesen an CH-direct, den nationalen Tarifverbund des öffentlichen Verkehrs.

Dieser begründe das Problem damit, dass es in der Schweiz zwei unterschiedliche Tarifarten gebe. Im nationalen direkten Verkehr würden die Streckenpreise auf Kilometerbasis berechnet. In regionalen Verbünden werde das Gebiet in Zonen unterteilt und man fährt innerhalb einer Zone unabhängig von der Distanz zum selben Preis. Diese unterschiedlichen Tarifsysteme bewirkten je nach Strecke solche Preisunterschiede.

Entwicklungsgelder sollen Schweizer Interessen dienen

Aussenminister Ignazio Cassis will die Entwicklungshilfe laut «NZZ am Sonntag» neu ausrichten und die Gelder sollen stärker Schweizer Interessen, wie etwa der Migration, dienen. Rund 11,4 Milliarden Franken will der Aussenminister in der nächsten Vier-Jahres-Periode 2021 bis 2024 für die Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz bereitstellen.

Die Mittel sollen aber fokussierter, effizienter und auch mit mehr Nutzen für die Schweiz ausgegeben werden. Die neue Ausrichtung der Entwicklungshilfe stehe im Entwurf der neuen Botschaft zur internationalen Zusammenarbeit, aus dem die Zeitung zitiert. Cassis wolle das Konzept in Kürze präsentieren. Die Hilfe soll in erster Linie dem Wirtschaftswachstum, der Bekämpfung des Klimawandels und der Reduktion von irregulärer Migration dienen.

Erst an vierter Stelle werde die Demokratie- und Friedensförderung genannt. Gar nicht mehr als explizites Ziel aufgeführt sei die Reduktion von Armut. Erwähnt werde auch die Absicht, beim Abschluss von Kooperationsverträgen immer auch migrationspolitische Anliegen einzubringen.

Mit dem Vorschlag werde die Schweiz künftig rund 0,45 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für Entwicklungshilfe ausgeben – weniger als das deklarierte Ziel von 0,5 Prozent.

Frauen rüsten zum Mega-Streik

Die Frauen in der Schweiz rüsten sich laut «SonntagsBlick» mittlerweile zu einem Mega-Streik am 14. Juni 2019. Das ganze Land soll dabei anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Frauenstreiks stillstehen. Es gehe in diesem Jahr um Lohngleichheit, Diskriminierung, Gewalt an Frauen und prekäre Arbeitsbedingungen.

Als Hauptpunkte sollen am 14. Juni um 11 Uhr und um 15:30 Uhr Streikveranstaltungen stattfinden. Die Vorbereitungen dafür liefen auf Hochtouren und die Mobilisierung für die Streikmassnahmen sei voll im Gange.

Eine Umfrage der Zeitung unter grossen Unternehmen ergab, dass die Firmen kein Problem darin sähen, falls die Frauen in ihrer Freizeit streikten. Die SBB hoben gegenüber dem «SonntagsBlick» hervor, dass mit allen Mitarbeitern, die dem Gesamtarbeitsvertrag GAV unterstellt sind, eine Friedenspflicht vereinbart sei.

Gewerkschafts-Präsidentin weist Vorwürfe zurück

Die Präsidentin der Gewerkschaft Unia, Vania Alleva, weist in Interviews mit den Zeitungen «Ostschweiz am Sonntag» und «Zentralschweiz am Sonntag» den Vorwurf zurück, sie regiere ihre Organisation mit eiserner Hand. «Wir sind eine Massenorganisation, deren Kurs die Mitglieder an der Basis beschliessen und den wir dann umsetzen», sagte sie gegenüber den Zeitungen.

Niemand, also weder die Präsidentin noch sonst wer, könne einfach bestimmen, was zu tun sei. In der Unia gebe es zudem nicht mehr Konflikte als in anderen Organisationen dieser Grösse, betonte Alleva. Doch würden diese jeweils besonders heftig ausgetragen, was auch sein Gutes habe.

Nachrichtendienst überwacht Klimademos

Die Klimademonstrationen werden laut «NZZ am Sonntag» von Polizei und Nachrichtendienst beobachtet. Als Grund gibt die Zeitung vermehrten Linksextremismus an, der sich unter die Demonstranten mische.

Der Revolutionäre Aufbau habe dazu aufgerufen, an den Klimademos mitzulaufen. Gleiches habe das Revolutionäre Bündnis getan. Von den Behörden hiess es zu der Zeitung, dass es zur Risikoeinschätzung gehöre, dass extremistische Exponenten die Anonymität der Menschenmassen bei den Klimademos nutzen könnten, um ihre Partikluarinteressen durch militante Aktionen durchzusetzen.

Bundesbeamte waren 2018 tausend Jahre krank

Bundesbeamte sind laut Meldungen der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» im Jahr 2018 rund tausend Jahre krank gewesen. Die Zeitung beruft sich dabei auf noch unveröffentlichte, umgerechnete Daten aus dem bundesinternen Absenzensystem. Im Jahr 2018 seien Bundesbedienstete rund 1’154 Jahre lang krank gemeldet gewesen.

Allein im Departement von Bundesrat Ueli Maurer sei es zu umgerechnet rund 344 Absenzjahren gekommen. Der Finanzminister führe damit die Rangliste unter den kranken Vollzeitangestellten an – sie seien im Schnitt 8,7 Tage krank gewesen.

Neue Verbraucher-Plattform

Nationalrat Samuel Bendahan (SP/VD) will laut der Westschweizer Zeitung «Le Matin Dimanche» eine Plattform für Verbraucher zur Verfügung stellen. Dort können sie ihre Probleme mit Grossunternehmen adressieren.

Laut dem Politiker würde die Kundschaft gerade bei Grossunternehmen manchmal regelrecht misshandelt. Mit der Plattform will er nunmehr Details unzufriedener Kunden sammeln. Die Verbraucherschutzorganisation der Romandie applaudiere und auch Preisüberwacher Stefan Meierhans fände die Vorgehensweise interessant.

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