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Telebasel News Beitrag vom 10. April 2019

Basel

13 Personen nach Chemieunfall bei Bell im Spital

In einem Produktionsbetrieb von Bell kam es am Dienstag zu einem Chemieunfall. Dabei trat laut Polizei Ammoniak aus. 13 Personen mussten ins Spital.

Arbeiter hätten kurz nach 21 Uhr im Inneren eines Produktionsgebäudes an der Neudorfstrasse das Ventil einer Kälteanlage ausgewechselt, als «eine kleine Menge» Ammoniak ausgetreten sei, teilte die Basler Staatsanwaltschaft in der Nacht auf Mittwoch mit.

Flucht aufs Dach

Die Arbeiter flüchteten in der Folge auf das Dach der Halle. Von dort wurden sie von der Feuerwehr mit einer Leiter gerettet.

Messungen und Abklärungen durch Spezialisten ergaben laut der Staatsanwaltschaft, dass keine Gefahr für die Umwelt bestand. Der Grund der Havarie ist noch nicht geklärt und Gegenstand von Ermittlungen. Bekannt sei einzig, dass bei der betroffenen Kälteanlage eine Revision im Gang gewesen sei, sagte Peter Gill, Sprecher Basler Staatsanwaltschaft am Mittwoch auf Anfrage.

13 Angestellte seien zur Kontrolle in verschiedene Spitäler überführt worden. Sie konnte diese laut Gill aber nach kurzer Zeit wieder verlassen.

Basel ist einer von über einem Dutzend Standorten des Fleischverarbeiters Bell in der Schweiz. In der Stadt befindet sich ebenfalls der Hauptsitz. Das Unternehmen mit Marken wie Eisberg, Hilcona und Hügli beschäftigt in 15 Ländern total über 12’000 Mitarbeitende und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von über vier Milliarden Franken. 2019 feiert der Betrieb den 150. Geburtstag von Firmengründer Samuel Bell.

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