Im Nachtbus von Basel nach Arisdorf gab der damals 24-jährige Baselbieter vor, einen Anschlag zu planen. (Bild: TNW.ch)

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Terror-Streich kostet Baselbieter 100’000 Franken

Ein 26-Jähriger gab im Mai 2017 im Nachtbus von Basel nach Arisdorf vor, er plane einen Terror-Anschlag. Der üble Streich kostet ihn nun 100'000 Franken.

Es war der 27. Mai 2017. Ein damals 24-jähriger Baselbieter sass im Nachtbus von Basel nach Arisdorf. Am Handy tut er so, als würde er einen Terror-Anschlag mit Giftgas, Sprengstoff und Waffen planen, wie «20 Minuten» am Dienstag berichtet.

Zum Zeitpunkt des Vorfalls war das Attentat von Manchester gerade mal eine Woche her. Zeugen der Situation alarmierten die Polizei, die Staatsanwaltschaft ermittelte daraufhin wegen Terror-Verdachts.

Schreckung der Bevölkerung

«Sich der Wirkung angesichts der vermehrt stattfindenden Terror-Anschläge bewusst, nahm es der Beschuldigte zumindest in Kauf, die Passagiere in Angst und Schrecken zu versetzen», schrieb die Staatsanwaltschaft in der Anklageschrift. Sie forderte eine bedingte Freiheitsstrafe von 10 Monaten, wegen Schreckung der Bevölkerung. Die Verteidigung des 26-Jährigen forderte hingegen einen Freispruch für ihren Mandanten. Der Baselbieter sei wegen krankheitsbedingter «verminderter Intelligenz» nicht schuldfähig.

Geldstrafe und Verfahrenskosten

Am Montag wurde der heute 26-Jährige schliesslich vom Strafgericht Basel-Stadt zu einer bedingten Geldstrafe von 150 Tagessätzen à 20 Franken verurteilt, wie «20 Minuten» weiter schreibt.

Hinzu kommen jedoch noch 100’000 Franken Verfahrenskosten, die der Baselbieter aus eigener Tasche bezahlen muss.

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