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Basel

Das Zauberlädeli macht dicht

Der neue Ladenbesitzer des Zauberlädelis gibt nach gut fünf Monaten auf. Der erhoffte Aufschwung blieb nach der Übernahme aus.

Gross war die Freude, als nach dem Tod von Susi Blum im November das Zauberlädeli von Sacha Stöckli übernommen wurde. Die Tradition lebte weiter. Doch nun verkündet der Jungunternehmer auf Facebook: «Leider lässt es mir die Rentabilität nicht zu, mich weiterhin um meinen Laden zu kümmern.» Der Laden macht dicht. Zukunft ungewiss.

«Die Leute sind zu bequem»

Sacha Stöcklin wusste genau, was er am Zauberlädeli hat. Schliesslich arbeitete er schon als Jugendlicher im Laden von Susi Blum – seiner Patin und Grosstante. Nach ihrem Tod wollte er dem Laden ein moderneres Gesicht geben. «Der Charme des Zauberlädelis aber bleibt, wie er jetzt ist. Einige Dinge habe ich aber schon geändert. So habe ich das Sortiment ein wenig angepasst, weniger Kiosk und Zeitschriften», so Stöcklin im Dezember 2018.

Der Telebasel News Beitrag vom 16. Dezember 2018.

«Ich dachte durch die kleinen Anpassungen ein breiteres Publikum zu erreichen», sagt Stöckli am Dienstag auf Anfrage von Telebasel. Doch die Umstellung des Sortiments und eine digitale Präsenz halfen nichts. «Zwar kamen einige Leute vorbei und freuten sich, dass das Geschäft weiterexistiert, doch gekauft wurde nichts oder nicht viel.» Dazu habe er realisiert, dass die Grossverteiler ähnliche Produkte zu tieferen Preisen anbieten.

Halloween und Fasnacht hätten ihm dann die Augen geöffnet. «Die Bevölkerung in Basel ist einfach bequem. Ist man im Coop, kauft man solche Produkte einfach dort.» Ein Gang zum Zauberlädeli sei so in der Regel ausgeblieben.

Zukunft bleibt ungewiss

«Es gab wohl eine Übersättigung des Marktes an den von mir geführten Produkten», so die nüchtere Bilanz Stöcklis. Was ihm bleibt: Die Hoffnung, seine restlichen Zaubertricks und Scherze so rasch wie möglich zu verkaufen. Im Rahmen von «grosszügigen Rabatten» will er so viele Produkte wie möglich noch unter die Leute bringen. «Ich habe mir einen Rahmen von vier bis acht Wochen gegeben.» Würde alles rascher wegkommen, mache er früher dicht.

Was mit dem Zauberlädeli nach der Schliessung passiert, bleibt ungewiss. Die Besitzer der Lokalität seien über die Aufgabe des Geschäfts informiert. Mehr könne er nicht sagen.

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