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Der Telebasel News-Beitrag vom 6. April 2019.

Basel

«Hier fühle ich mich wohl»

Zum 350. Jubiläum öffnet das Bürgerliche Waisenhaus in Basel seine Tore und zeigt in einer Ausstellung den Heimalltag früher und heute.

«Hier ist es sicher komisch». Diesen Satz bekommt Luis von seinen Freunden in der Klasse immer wieder zu hören. Seit er 10 Jahre alt ist, lebt er im Bürgerlichen Waisenhaus in Basel. Hier fühlt er sich zu Hause. «Hier fühle ich mich wohl und was die anderen in der Klasse sagen ist egal, man muss sich einfach wohl fühlen.» Nimmt der 15-jährige seine Freunde mit ins Heimareal, wollen diese gar nicht mehr gehen, erzählt Luis.

Jugendliche machen bei Ausstellung aktiv mit

Luis gehört zu den 75 Kindern und Jugendlichen, die derzeit vom Bürgerlichen Waisenhaus betreut werden. Er ist auch einer der Jugendlichen, der sich aktiv an der Ausstellung «nicht daheim daheim» beteiligt hat.

Mit Gegenständen, die die Jugendlichen mit dem Waisenhaus verbinden, erzählen sie eine Geschichte. Luis hat ein Handy zur Ausstellung gebracht und hat die Geschichte aufgeschrieben, wie er seine Betreuer mit einem Telefonstreich zur Verzweiflung trieb.

Was es bedeutet, im Heim aufzuwachsen

Audiobeiträge, Filmausschnitte und ein reicher Schatz an älteren Informationen, Fotos und Geschichten lassen in die Vergangenheit des Waisenhauses, aber auch in die Gegenwart des Heimalltags blicken. Ein Graffiti-Projekt und ein neuer Waisenhaussong fanden ebenfalls Eingang in die Ausstellung. Die Ausstellung soll zeigen, was es für ein Kind bedeutet, im Heim aufzuwachsen.

(Video: Youtube)

Fokus auf Gegenwart

Wichtig war für den Leiter des Waisenhauses, Uli Hammler, von Anfang an, dass die Ausstellung nicht im Historischen steckenbleibt, sondern ihren Fokus in der Gegenwart hat: «Durch die Ausstellung können wir unser Areal öffnen und Interessierten einen spannenden Einblick ins Leben und Aufwachsen im Heim ermöglichen – und vielleicht so auch zum Abbau von Vorurteilen beitragen», wie der Heimleiter in einer Medienmitteilung schreibt.

Ein Besuch der Ausstellung ist bis 31. Oktober 2019 während der regulären Öffnungszeiten von Montag bis Freitag (14 bis 17 Uhr) oder an zusätzlichen Abenden und Sonntagen möglich. Auch Führungen werden angeboten. Details zu den Öffnungszeiten und die Daten der öffentlichen Führungen finden Sie hier.

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