(Symbolbild: Keystone)

Baselland

Grüne fordern Kinderbetreuung im Parlament

Der Kanton Baselland soll den Landräten während den Sitzungen Kinderbetreuung für ihren Nachwuchs zur Verfügung stellen. Das fordern die Grünen.

Grossrätin Lea Steinle wurde Ende November letzten Jahres von Ratspräsident Remo Gallacchi aus dem Saal verwiesen, weil sie ihr schlafendes Kind bei sich trug. Das «Baby-Gate» im Grossen Rat schlug hohe Wellen.

Das soll in Baselland nicht passieren, zumindest wenn es nach den Grünen geht. So soll das Elterndasein junge Politiker nicht davon abhalten, für den Landrat zu kandidieren. dafür brauche es Kinderbetreuung während der Sitzungen im Parlament,

Innovation in der Schweiz

Grünen-Franktionschef Klaus Kirchmayr fordert mit einem Vorstoss ein Betreuungsangebot für kleine Kinder während der Parlaments- und Kommissionssitzungen. Man plane die neue Legislatur und dazu gehöre auch die Frage, wie Eltern in unserer Fraktion Betreuungs- und Organisationsprobleme lösen, erklärt Kirchmayr gegenüber der «bz Basel».

Mit dem Vorstoss wolle man ein Zeichen setzen, denn ein solches Betreuungsangebot wäre eine Innovation. Einige nationale Parlamente, wie der Deutsche Bundestag in Berlin, böten die Möglichkeit der Kinderbetreuung bereits an.

Massgeschneidertes Angebot

Eine eigene Parlaments-Kita müsse aber nicht eingerichtet, sondern ein massgeschneidertes Angebot bereitgestellt werden. Das könne laut Klaus Kirchmayr zum Beispiel eine Betreuungsperson im Umfeld des Regierungsgebäudes sein oder auch ein finanzieller Beitrag an eine Kindertagesstätte. Es sei zu diskutieren, ob der Kanton das Angebot gratis zur Verfügung stellt. Eine andere Möglichkeit wäre eine Kostenbeteiligung.

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